Frisches Wasser: Thema ‘Taufe’
Ein Vikarskurs stellt seine Entwürfe für den Konfirmanden-Unterricht vor

von Thomas Klie

 

 

Das Thema ‘Taufe’ ist in entsprechender Fachliteratur für den Konfirman­den-Unterricht bereits intensiv und anschaulich aufgearbeitet. Die Not­wendigkeit neuerer, weiterer Beiträge scheint also nicht gegeben. Die hier präsentierten Entwürfe stammen von Theologinnen und Theologen, die ge­rade am Beginn ihrer praktischen Ausbildungsphase stehen. Die 26 Vika­rinnen und Vikare des Kurses 56 wollen mit ihren in der religionspädago­gischen Ausbildungswoche erarbeiteten Modellen einen kleinen Beitrag zu einem wesentlichen kirchlichen Handlungsfeld, dem KU leisten. Sie hof­fen dabei auf die “Wirkung frischen Wassers”: “Wir VikarInnen springen mit diesen, an Loccumer RPI-Pulten entstandenen Entwürfen gemeinsam ins frische Wasser der professionellen Religionspädagogik. Inzwischen hat sich der produktiv verunsicher­te Pulk in das bewegte Meer der Lan­deskirche Hannover verteilt, hat sich warm geschwom­men im frischen Wasser und zieht mit gleichmäßigen Schwimmzügen durch den regelmäßi­gen KU. Wir versuchen unter der fernen Aufsicht unserer religionspäd­agogischen Schwimm­meisterin­nen und -meister alle Strudel und Strömun­gen allein und miteinander als erfrischende Herausfor­derungen zu inter­pretieren.”

Als thematisch-theologisches Terrain des exemplarischen und gemeinsa­men Lernens diente  dem Kurs die Taufe. Unter Berücksichtigung der fachwissenschftlichen Aspekte, der Lebenswelten der Konfirmandinnen und Konfirmanden bzw. der Person der Lehrenden haben wir die folgen­den tragfähigen didaktischen Strukturen herausgearbeitet:

  • Symbol des Wassers,
  • Taufpraxis, Taufe und Gemeinschaft,
  • Verhältnis von Taufe und Glaube,
  • Tod und neues Leben,
  • Taufe und Familie,
  • Taufe und Annahme.
     

Zu den ersten fünf Strukturen werden im folgenden sieben Unterrichtss­kizzen  präsentiert (1-5); die zwei letztgenannten thematischen Zugänge werden nur  stichwortartig angedeutet. Es handelt sich also nicht um einen kompletten Unterrichtseinheit mit sieben aufeinander aufbauenden Unter­richtsstunden, sondern jeweils um Einzelstunden, die in unterschiedlichen religions­diaktischen Kontexten verortet werden können.

 

1.1 Wasser in der Taufe:

Ziel der Stunde ist es, die Ambivalenz des Elements Wasser erschließen und auf die Taufe übertragen zu lassen. Dabei soll Wasser als Symbol für Taufe und Glaube als Lebensgrundlage begriffen werden. Den Beginn der Unterrichtsstunde  werden anhand des Filmplakates zu “Titanic” Assozia­tionen geäußert. Als Übergang zum Thema schließt sich eine Erarbeitungs­phase an, in der anhand der Untergangsgeschichte die bedrohliche Dimen­sion von Wasser deutlich werden soll. Dieser Zusammenhang von Wasser und Tod ist festzuhalten, evtl. mit Hilfe des Overhead-Projektors. Auf ihm sind entweder Stichworte festzuhalten oder – für Kreative – entsprechende Symbole auf kleinen Folien zusammenzustellen. Als Überleitung zu den positiven Dimensionen des Wassers wird der Titelsong des Filmes von ei­nem Tonträger vorgespielt (“My heart will go on” von Celine Dion). Auch hier sollen alle positiven Assozia­tionen zu Wasser geäußert werden, um so die Überlebens-, Rettungs- und Reinigungsbe­deutung plausibel zu ma­chen. Entsprechend den negativen Aussoziationen findet die Ergebnissi­cherung zu den positiven statt. Der wichtige Transfer auf das Wasser der Taufe erfolgt, indem die gesammelten Stichworte resp. die kleinen Sym­bolfolien um einen fotokopierten Taufstein angeordnet werden. Ein offe­nes Gruppengespräch soll einen Transfer der Ambivalenz von Wasser auf die Taufe übertragen. Als Vertiefung wird nach dem Gespräch gemeinsam Römer 6 gelesen und darüber gesprochen. Es legt sich nahe, als Ergeb­nissicherung den KonfirmandInnen jeweils ein kleines Filmplakat (kopiert) und den Text Röm 6 mitzugeben, damit beide zusammen in der Mappe ab­geheftet werden können.

 

1.2. Wasser(-Geschichten)

Ziel dieser Stunde ist es, die unterschiedlichen Aspekte der Taufe anhand des Symbols des Wassers zu erarbeiten. Nach einem (fakultativen) Ein­gangsritual, in dem die Befindlichkeiten kurz (evtl. mit einer Plakette, die auf einer Seite ein fröhliches und von der anderen ein unzufrie­denes Ge­sicht zeigt) einander mitgeteilt werden können, bietet es sich an, ein Bewe­gungsspiel zum Thema Wasser zu initiieren: Ausgebreitete Zeitungsseiten dienen als Rettungsboot, auf denen sich die Konfirmandinnen und Kon­firmanden zu sammeln haben. Hört die Musik auf zu spielen, müssen sich alle auf eine Insel zu retten, auch gemeinsam auf eine Insel. Bevor die Mu­sik wieder zu spielen anfängt, wird die Anzahl der Zeitungsseiten um eine reduziert, so dass schließlich nur wenige Gerettete oder ein lustiges ge­meinsames akrobatisches Inselchen im Raums steht. Im Anschluß daran versammelt man sich in einem Stuhlkreis. Langsam werden verschiedene Gegenstände aus einem Karton gehoben und in die Mitte gelegt. Es wird darum gebeten, Geschichten mit und über diesen Gegenstand zu erzählen. Als Gegenstände erscheinen sinnvoll: Rettungsring, Gießkanne, Seife etc. Es kann sinnvoll sein, die verschiedenen Aspekte des Wassers zu klassifi­zieren (+/-), evtl. mit Hilfe von Vignetten und Piktogrammen auf dem Overhead-Projektor. Anhand mehrerer ausgewählter Bibeltexte werden die diversen Aspekte in Kleingruppen auf die Taufe transferiert. Die Gruppe wird gebeten, die Verse den Gegenständen zuzuordnen. Die Auswahl und die Anzahl der Texte wird freilich von der Quantität und der intellektuellen Möglichkeiten der jeweiligen Gruppe definiert. Im Plenum werden die Er­gebnisse vorgestellt und auf einem Arbeitsblatt gesichert.
 

2.1 Taufpraxis

Ziel der Stunde ist es, den Ablaufs eines Taufgottesdienstes kennenzuler­nen; sie soll einmünden in die Mitgestaltung eines Taufgottesdienstes durch die Konfirmandinnen und Konfirmanden. Der Unterrichtsstunde geht sinnvollerweise der Besuch eines Taufgottesdienstes voraus. Nach einem Eingangsritual wird ein Tauflied gesungen. Die Konfirman­dInnen sollen in einer Motivationsphase verschiedene Elemente aus dem Taufgottesdienst wiedererkennen. Dazu wurden die einzelnen Elemente (z.B. Taufstein, Taufkerze, Wasser etc.) fotografiert und die Fotos auf Folie kopiert. Die Folien werden auf einem Overhead-Projektor in Form von ”Dalli-Klick” präsentiert. Dabei sind die Folien zunächst ganz verdeckt und werden nach und nach aufgedeckt. Wer zuerst das entsprechende Element erkennt, bekommt einen Punkt (evtl. Auslosung von Preisen). Anschließend soll die Gruppe in die Kirche gehen, um durch diesen Orts­wechsel erstens in Bewegung zu kommen und um zweitens den Raum und die Taufelemente in natura wahrnehmen zu können.

Es folgt eine ausführliche Erarbeitungsphase, in der die Lerngruppe die Taufelemente sinnlich wahrnehmen können. Dazu sollen sie sich demjeni­gen Element zuordnen, das für sie von besonderer Bedeutung ist. Es kön­nen sich auch mehrere Personen einem Element zuordnen. Während dieser Phase wird im Hintergrund evtl. Musik gespielt, um Raum und Zeit zu öffnen für taktile und visuelle Begegnung mit den Elementen. Nach einer Zeit der Zuordnung und der sinnlichen Wahrnehmung sollen die Konfir­mandinnen und Konfirmanden einander erklären, warum sie sich gerade diesem Element zugeordnet haben. Erstrebenswert ist ein offenes Unter­richts-Gespräch; Lehrende sollen möglichst nur moderierende Funktionen übernehmen. Neben jedem Element liegt eine vorbereitete Karte, auf der das Element benannt und abgebildet ist. Diese Karten werden an eine Wand geheftet. So sollen die Wahrnehmungen gebündelt werden. An der Wand sollen die verschiedenen Elemente in eine dem Taufgottesdienst fol­gende Reihenfolge gebracht werden. Als Ergebnissicherung wird ein Ar­beitsblatt mit dem Ablauf eines Taufgottesdienstes ausgeteilt. Anhand die­ses Arbeitsblattes wird gefragt, an welcher Stelle man sich eine Mitgestal­tung im Taufgottesdienst vorstellen könnte. Spontane Äußerungen werden notiert. Als Hausaufgabe soll sich jeder Gedanken machen, welche Rolle sie oder er im Taufgottesdienst übernehmen möchte. Nach Begabung und Neigung sollen sich die Konfirman­dinnen und Konfirmanden in der näch­sten Stunde dem Ablauf zuordnen. Wenn dann auch in einer weiteren Stunde die theologische Bedeutung der Taufe geklärt ist, wäre die Gruppe zumindest theoretisch in der Lage, gemeinsam mit den Unterrichtenden ei­nen Taufgottesdienst zu gestalten.
 

2.2 Taufpraxis

Ziel der Stunde ist das Kennenlernen der Taufpraxis. Die Unterrichts­stunde ist geplant als Auftaktstunde zum Thema Taufe. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem subjektorientierten Einstieg. Nach dem üblichen Ein­gangsritual folgt ein Ortswechsel. So soll der zu dem neuen Thema gehö­rende Raum erlebt und die Lerngruppe motiviert werden. In der Kirche ist ein Sitzkreis vorbereitet, und in der Mitte des Kreises befinden sich unter einem großen Tuch unterschiedliche Gegenstände, von denen viele etwas mit Taufe zu tun haben. In diesem Rahmen findet die Erarbeitungsphase statt. Bei der Auswahl der Gegenstände sollen möglichst viele Aspekte von Taufe und ihrem Umfeld berücksichtigt werden (Schmuckgegenstände, Taufbefehl, Wasser, Blumen, Kerzen, Fotoapparat, Thermometer, Na­mensschilder von Pastorin, Eltern und Paten etc.). So kann eine einlinig theologische Wahrnehmung der Taufe aufgebrochen und um das subjek­tive Erleben erweitert werden.

In einem ersten Schritt werden die Gegenstände gesichtet und als zur Taufe gehörend identifiziert. Als Ergebnissicherung nimmt jeder Jugendliche ei­nen Gegenstand und ordnet ihn auf einem Flip-Chart ein in eine der drei vorbereiteten Rubriken: “unbedingt erforderlich für die Taufe”, “möglich”, “hat auf keinen Fall etwas mit Taufe zu tun”.

Zur Vertiefung dient eine nachgestellte Taufszene. Dabei sucht sich jeder Jugendliche einen Gegenstand aus und trägt ihn in das Geschehen ein. Dieses Geschehen wird zu einem Standbild eingefroren, das fotografiert werden soll. Jeder Konfirmand äußert sich über seine Rolle und seine Be­deutung im Tauf-Geschehen. Hier kann sich eine Modifikation der Einteilung ergeben. Als Ergebnissi­cherung fungiert das Foto und evtl. notierte offene Fragen, die entweder sogleich oder in der nächsten Stunde zu klären sind. Im abschließenden Stuhlkreis kann ein Blitzlicht gemacht werde, um den Jugend­lichen die Gelegenheit zu geben, aus der von ihnen gespielten Rolle herauszukom­men.

 

3. Gemeinschaft der Taufe

In dieser Stunde sollen die Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Zu­sammenhang zwischen Gemeinschaftserfahrungen und Taufe herstellen und erkennen können. Nach einem Eingangsritual und einer Befindlich­keitsrunde wird ein motivierender Impuls in die Gruppe gegeben: Vier durchmischte Puzzle werden in die Großgruppe gereicht, ohne zu erklären, dass es sich um vier durchmischte Puzzle handelt. Im folgenden gemein­samen Sortieren erkennen die Jugendlichen, dass Gemeinschaft notwendig ist.

In der Erarbeitungsphase sollen eigene Gemeinschaftserfahrungen artiku­liert werden können. In Kleingruppen werden je zwei Standbilder kreiert zu dem Thema “Hier besteht Gemeinschaft”. und “Hier ist Gemeinschaft zerbrochen.” Im anschließenden Plenum werden die Standbilder präsen­tiert und interpretiert. Schlagwortartig werden die Ergebnisse auf Zetteln gesammelt, die so zugeschnitten sind, dass sie später Platz auf dem ge­meindeeigenen Taufstein finden können. In einer zweiten Runde soll nun die Gemeinschaft in der vorfindlichen Gruppe erfahrbar werden. Dafür wird ein Hase-und-Jäger-Spiel gespielt und im Anschluss daran die Erfah­rungen der Hasen und der Jäger im Plenum thematisiert werden. Auch hier werden Ergebnisse auf entsprechenden Zetteln gesammelt. Nach einem Ortswechsel in die Kirche wird der Taufstein mit den Gemeinschaftserfah­rungen der Gruppe geschmückt. Als Abschluss legt es sich nahe, ein Tauflied zu singen.



4. Verhältnis Taufe und Glaube

Ziel dieser Stunde ist es, den Konfirmandinnen und Konfirmanden zu vermitteln, dass sie bedingungslos von Gott angenommen sind. Das Zei­chen dieser bedingungslosen Annahme ist die Taufe. Als motivierender Einstieg bietet sich eine stilisierte Taufszenerie an, die nach der Methode “Dalli-Klock” auf dem Overhead-Projektor präsentiert wird (nacheinander werden einzelne Puzzleteile aufgedeckt und kurz eingeblendet).

Als thematische Motivation und Hinführung folgt ein Bewegungsspiel, bei dem sich die Jugendlichen im Raum bewegen. Sie werden aufgefordert, einander Gesten des Annehmens und Gesten der Ablehnung zuzuwerfen (z.B. Zunicken, Zulächeln, Wegsehen, Nase rümpfen etc.). Dabei soll die gegenseitige Wahrnehmung geschult werden. Die folgende Erarbeitung er­folgt in Kleingruppen. Als Impuls dienen drei Szenen, die jeweils auf ei­nem Arbeitsblatt geschrieben oder gemalt sind. Jede Arbeitsgruppe erhält eine eigene Szene (z.B. 1. Ein Fußballer schießt ein Eigentor – was sagt der Trainer, er selber, die Mannschaft? 2. Ein Schüler hat eine Fünf ge­schrieben – was sagen die Eltern, er selber, die Klassenkameraden? 3. Eine neue Mitschülerin kommt in die Klasse – was sagen die Mitschüle­rInnen, die LehrerInnen und sie selber? 4. Die Jüger Jesu weisen die Kin­der ab – was sagen die Kinder, die Jünger und Jesus?). Zur Bündelung stellt jede Kleingruppe ihr Ergebnis im Plenum vor, evtl. in einer Comics­zene auf dem Overhead-Projektor.

Als Vertiefung wird ein Arbeitsblatt mit dem Text Mt 19, 13-15 und einer Comiczeichnung dazu eingebracht. In eine Sprechblase werden Jesus die Kinder annehmende Worte in den Mund gelegt. Was wünschen wir uns für Kinder, für uns, für Erwachsene? Diese Leitfrage dient dem Transfer, das Notieren auf dem Arbeitsblatt stellt eine angemessene Ergebnissiche­rung dar.

 

5. Tod und neues Leben

Ziel der Stunde ist es, von den Erfahrungen der Lebensgefährdung und der Lebensbewahrung auszugehen und von hier aus einen Zugang zur Taufe zu eröffnen. Nach dem üblichen Anfang sollen die Konfirmandinnen und Konfirmanden in jeweils drei Schritten (allein auf Karten niederschreiben, gegenseitig im Plenum austauschen und gemeinsam festhalten) zu zwei Impulsen arbeiten: 1. “Da wäre ich fast gestorben.” 2. “Da habe ich mich gefühlt wie neugeboren.” Unter der Einbeziehung der anfangs geschriebe­nen Karten wird möglichst anschaulich die Geschichte des Durchzugs Is­rael durch das Rote Meer erzählt. Nach dieser Vertiefung dient das fol­gende geleitete Unterrichtsgespräch als Transfer. Anhand der Taufhand­lung wird Taufe als symbolische Verdichtung von Gefährdung und Be­wahrung plausibel zu machen versucht. Ein Taufposter und/oder ein Zettel für die Mappen können als Ergebnissicherung angemessen sein.

 

6. Familie

In dieser Unterrichtssequenz soll Taufe als Fest der gesamten Familie und gegebenenfalls als Fest der gesamten Gemeinde erkannt werden. Zu be­antworten wären in einer solchen Unterrichtseinheit resp. -stunde folgende Fragen: Inwiefern ist Taufe ein Initiationsritus? Welche Rolle spielen ma­gische Schutzverständnisse? Wurde die Taufe anderer (Familienangehö­ri­ger)  erlebt? Was ist dabei in Erinnerung und für wichtig erachtet worden? Welche Rolle spielen die Paten im Leben der Konfirman­dinnen und Kon­firmanden, machen sie Geschenke und wenn ja, warum? Wie hängen Taufe und Namensgebung zusammen? Taufsprüche und Texte, welchen Inhalts sind sie und werden sie innerfamiliär tradiert? Taufe ist ein Fest der gesamten Gemeinde, es wird von Kindern und Jugendlichen oftmals (noch?) als fröhliches Familienfest erlebt.


7. Taufe als Annahme

Ziel der Stunde ist es, Taufe als symbolische Summe des Gottesverhältnis­ses erkennen zu lassen. Folgende Aspekte können diesen Themenkreis erhellen: “Du bist angenommen” – ist das ein Wunsch der Konfirmandinnen und Konfirmanden oder befürchten sie, vereinnahmt zu werden? Wie er­fahren die Jugendlichen Annahme in Familie, Freundschaften und Schule? Inwiefern spielen magische Schutzvorstellungen eine Rolle? Es bieten sich Vertrauensspiele an, die die Jugendlichen anregen mit Vertrauen verant­wortungsvoll umzugehen.

Die Fragmentarität und zeitliche Unkonkretheit dieser sieben Skizzen lädt dazu ein, einzelne Elemente mit der eigenen Lerngruppe auszuprobieren und sie so der Praxis auszusetzen. Die jeweilige konkrete Plausibilierung kann nur in actu geschehen. Eine inhaltliche Summa zu versuchen, nivel­lierte die Facetten der diversen Gruppenarbeiten. So bleibt uns nur zu erinnern, dass weder allein der Verein ”Das Didakti­sche Dreieck” noch ein riesiger, bunter Rettungsring von Methoden die Wirklichkeit der Konfirmandinnen und Konfirmanden mit der Wirklichkeit unseres lebendigen Gottes in eine heilsame Relation zu versetzen vermag. Dazu brauchen wir Gottes guten Geist über den Wassern. Und wir brau­chen das heilsame und frische Wasser der Taufe, das das Wasser unseres Lebens ist. In diesem Wasser des Lebens dürfen wir nicht jeden Tag neu und gemeinsam austoben und bewähren. Und Christus kommt uns – seine offene Hand reichend – auf dem frischen Wasser gehend entgegen.