Karfreitag
Messbuch und Agende als Lernfeld

von Bärbel Husmann

 

 

Liturgie und Didaktik, die Erfahrungswelt von Schülerinnen und Schülern und die Kreuzestheologie, diese beiden Wortpaare zeigen auf zwei Ebenen die Spannungsfelder auf, in denen sich Lehren und Lernen zum Thema Karfreitag bewegen wird. Messbuch und Agende deuten darüber hinaus das Ziel an, dies nicht auf den protestantischen Bereich zu beschränken, vielmehr die konfessionellen Differenzen zu nutzen, um das Spezifische der jeweils eigenen Konfession wahrnehmen und dem nachdenken zu können. Idealerweise geschieht dies in einem unterrichtlichen Setting, das die direkte Kommunikation zwischen katholischen und evangelischen Schülerinnen und Schülern sowie möglichst auch zwischen einer katholischen Lehrkraft und der Lerngruppe oder/und einer evangelischen Lehrkraft und der Lerngruppe ermöglicht.1 

 

Wozu Liturgie lernen?

Liturgie ist das Ausdrucksfeld der christlichen Religion in ihrer gemeinschaftlich gelebten Gestalt. Sie ist neben allen individuellen Formen gelebter Frömmigkeit die im Ritus kristallisierte Form christlicher Feierkultur und insofern ein wesentlicher Teil gelebter Religion. Wer sich nicht damit begnügen will, über Religion zu reden, wird die gelebte Gestalt der Religion als Unterrichtsgegenstand einbeziehen müssen. Dass dies in der Regel – zumindest in evangelischen Religionsbüchern – nicht geschieht, spricht nicht dagegen, sondern macht eher ein Manko deutlich. Der Berliner Religionspädagoge Friedhelm Kraft fragt zu Recht, "ob nicht gerade die Vernachlässigung liturgischer Elemente als Ausdruck eines gemeinschaftlichen Praktizierens von Religion einer Entwicklung zur Subjektivierung von Religion mit der Folge öffentlicher Sprachlosigkeit unfreiwillig Vorschub geleistet hat"2.  Eine Engführung der Problemlage liegt jedoch m.E. darin, Lösungsansätze lediglich im Bereich von Schulgottesdiensten zu suchen, die sich meistens gerade nicht an den liturgischen Formen "normaler" Gottesdienstpraxis orientieren, sondern im Gefolge eines "anything goes" alles andere als geeignet sind, der öffentlichen Sprachlosigkeit im obigen Sinne zu begegnen.3 

Bernhard Dressler hat an verschiedenen Stellen4  darauf hingewiesen, dass im Traditionsabbruch auch Lernchancen liegen, dass das Fremde, auch die christliche Religion als Fremdreligion, Lernanreize bietet, die es unterrichtlich zu nutzen gilt. Das bedeutet: Auch wenn nicht davon auszugehen ist, dass evangelische wie katholische Schülerinnen und Schüler mit der Liturgie "ihrer" Karfreitagsgottesdienste vertraut sind oder überhaupt jemals in ihrem Leben an einem solchen Gottesdienst teilgenommen hätten, so spricht dies nicht gegen, sondern gerade für die Beschäftigung mit ihr.

Vor einem kulturtheoretischen Hintergrund wäre darüber hinaus mit Jan Assmann5  auf das Fest als zentralem Ort des kollektiven Gedächtnisses zu verweisen, das sich erstens auf die Ursprünge bezieht, das sich zweitens Artikulationsformen bedient, die lernbar oder zu lernen sind, und das drittens eine kollektive Identität begründet. Wo die Grenzen zwischen (christlichem) Fest und Alltag verwischt werden, droht in der Marginalisierung der (christlichen) Feierkultur auch die Gefahr, dass der auf Zweidimensionalität angelegte Mensch, so Assmann, sich anderer Arten des Ausstiegs aus der Alltagskultur bedient.6 

 

Wie Liturgie lernen?

Um es gleich vorweg zu sagen: Es geht mir nicht darum, auf die Fremdheit des Lerngegenstandes mit (wirkungslosen) Belehrungen zu reagieren, sondern Messbuch und Agende als Lernfelder zu nutzen.7  Zwei Stichworte sollen dabei das didaktische Nachdenken inspirieren: Die Religionslehrerin, der Religionslehrer als Fremdenführer/-in und Unterricht als didaktisch reflektierter Ort von Experimenten.8  Anders als bei der Ausbildung von Ministranten (Messdienern) geht es dabei nicht um das Ziel, aktiv an der Inszenierung, besser: Zelebrierung, der Liturgie mitwirken zu können oder auch nur darum, aktiv an Karfreitagsgottesdiensten teilzunehmen. Dass Letzteres jenseits des schulischen Unterrichts dennoch geschehen könnte und geschieht, soll allerdings durch den Unterricht auch nicht verhindert werden.

Die Rolle als Fremdenführerin, als Fremdenführer besagt, dass man sich im fremden Gelände auskennt. Deshalb sei der Lehrerin, dem Lehrer empfohlen, eigene Erfahrungen mit Karfreitagsgottesdiensten zu machen oder sich ihrer aktiv zu erinnern und sich liturgisch kundig zu machen.9  Diese Rolle besagt auch, ebenso wie die der Chemielehrerin, die Schülerexperimente mit gefährlichen Stoffen anleitet, da-rauf zu achten, dass die Schülerinnen und Schüler sich – im Bild gesprochen – nicht verletzen. Deshalb ist im Religionsunterricht eine reflexiv ungebrochene Teilhabe, eine bloße Wiederholung gottesdienstlicher Praxis nicht möglich, vielmehr müssen (und können) die liturgischen Elemente stets ihren Material-Charakter behalten. Dies geschieht zum Beispiel dadurch, dass mit ihnen "gespielt" werden kann.

 

Warum Agende und Messbuch?

Für die unterrichtliche Thematisierung beider Gestaltungen christlicher-gottesdienstlicher Praxis gibt es (neben einem pragmatischen, gemischt-konfessionelle Lerngruppen betreffend) zwei Argumente: Ökumenisches Lernen heißt nicht – dies sei gegen alle Harmonisierungstendenzen im ökumenischen Miteinander ausdrücklich festgehalten – Differenzen nicht zu benennen und stattdessen immer nur auf das hohe Maß an Gemeinsamkeiten zu verweisen. Diese Gemeinsamkeiten sollen nicht bestritten werden. Dennoch artikuliert sich die christliche Religion in verschiedenen Formen, die mit den dazugehörigen inneren Befindlichkeiten in Wechselwirkung stehen: Formen, sie ermöglichen ein Lernen von außen nach innen. Ebenso sind Formen Gestalt gewordene Inhalte, sie können erfunden und installiert werden, nach "stimmigen" Formen kann gesucht werden. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass sich die Formen gelebter christlicher Religion in evangelisch oder katholisch geprägten Gottesdienstgestalten niedergeschlagen haben, die unterschiedlich sind. Ein echter Dialog, eine echte Kooperation, echtes ökumenisches Lernen verschweigen solche Unterschiedlichkeit nicht, sondern thematisieren sie. Zu einer echten Kooperation, ebenso wie zu einer echten Freundschaft und einer guten Ehe, gehört nicht nur das Benennen von Gemeinsamkeiten, sondern auch das Benennen und Aushalten von Differenzen, auch von bleibenden Differenzen. Im Modell der versöhnten Verschiedenheit ist beides enthalten: den Anderen anders sein lassen und das Gemeinsame leben. Vielleicht ist es in Bezug auf die Konfessionen auch so – die freikirchlichen Gestaltungsformen eingeschlossen – , dass jede Konfession eine Seite der christlichen Religion pointiert und akzentuiert, die sonst im nichts sagenden Einheitsbrei verloren ginge; eine Seite, die das jeweilige Korrektiv der anderen Seite bildet und die wichtig ist, damit es ein christliches Leben "in Fülle" gibt.

In Bezug auf den Karfreitag sind solche unterschiedlichen Akzentuierungen auf katholischer Seite die bewusste Inszenierung von zeichenhaften Handlungen, die das Kreuzesgeschehen erlebbar machen. Sie sind erwachsen aus der katholischen Liturgiereformbewegung im Gefolge des zweiten Vatikanischen Konzils. Dabei ist der Karfreitag eingebettet in einen liturgischen Gesamtzusammenhang, der sich von Gründonnerstag bis zur Osternacht erstreckt. Die drei Hauptteile der katholischen "Gedächtnisfeier vom Leiden und Tod Christi" sind der Wortgottesdienst mit drei Schriftlesungen und den großen Fürbitten, die Erhebung und Verehrung (nicht: Anbetung!) des Kreuzes und die Kommunionfeier. Wichtig zu wissen ist, dass am Karfreitag keine Eucharistiefeier zelebriert wird, d.h. es findet keine Wandlung statt, vielmehr wird die Kommunion mit den am Gründonnerstag konsekrierten Hostien gefeiert, die auch nicht im Tabernakel, sondern an einem anderen Ort aufbewahrt werden. Der Tabernakel, der Aufbewahrungsort des Leibes Christi, der nach katholischem Verständnis die Gegenwart des Allerheiligsten repräsentiert, ist an Karfreitag leer und steht demonstrativ offen. Der evangelisch-lutherische Gottesdienst dagegen orientiert sich in seinen Hauptteilen am normalen Gottesdienstablauf mit seinen Hauptteilen Eröffnung, Anrufung, Verkündigung und Sendung und Segen. Die Predigt, die Auslegung des Wortes Gottes, steht im Mittelpunkt; das Abendmahl zu feiern ist eine Option, aber nicht notwendiger Bestandteil des Gottesdienstes am Karfreitag. Während der katholische Gottesdienst ganz ohne Orgelmusik auskommt (auch ohne jeden Altarschmuck), gibt es in der protestantischen Tradition eine Fülle von Passionsmusiken, die das Leiden Christi ästhetisch gestalten. Die katholische Karfreitagsliturgie dagegen ist karg, so karg, dass sie selbst für viele katholische Christen nicht attraktiv ist, aber sie ist eingebettet in die Eucharistiefeier am Gründonnerstag und in die Osternachtfeier, die die Auferstehung Christi aufwändig zelebriert. Vielleicht kann man sich mit einer solchen Einbettung liturgisch einen "wüsten" Karfreitag "leisten". Protestanten "leisten" sich Passionsmusiken (oder mindestens eine Fülle von "schönen" Passionsliedern im Gesangbuch), die scheinbar im Widerspruch zu den sie vertonenden Texten gewisse Hochgefühle erzeugen können. Diese Hochgefühle aber bewahren einen möglicherweise davor, das Leiden als solches christlich zu glorifizieren.

Welche Form des Karfreitagsgottesdienstes als angemessen oder stimmig empfunden wird, das wird mit eigenen Erfahrungen, eigenem Erleben und eigenen Einstellungen zusammenhängen und darüber gilt es ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es selbstverständlich nicht um richtig und falsch.

 

Zur Arbeit mit dem Material

Das vorgestellte Material stellt einen Versuch dar, mit liturgischen Elementen im Unterricht zu experimentieren, ohne den Schülerinnen und Schülern Gottesdienstabläufe "beibringen" oder "klar machen" zu wollen. Zwar sollen sie durchaus auf diesem Weg den Konstruktionsprinzipien und der Verlaufslogik des Gottesdienstes auf die Spur kommen; das Ziel, das mit dem Experimentieren verfolgt wird, erschöpft sich jedoch darin nicht. Vielmehr soll vieles gleichzeitig gelingen: traditionelle und konfessionell geprägte Formen kennen lernen, ein Nachdenken anregen über das, was an Karfreitag eigentlich gestaltet werden soll und wird, Formen und eigenes Empfinden miteinander in Beziehung setzen, sich selbst ins Verhältnis setzen zur Tradition, gleichzeitig aber nicht die oben beklagte Beliebigkeit durch das "Experimentieren" manifestieren. Deshalb ist der Grat für solches gelingende Experimentieren schmal. Sowieso besteht ein grundsätzlicher Unterschied in der Verbindlichkeit von Messbuch und Agende: Die evangelische Agende beschreibt Möglichkeiten (und schlägt selbst mehrere Möglichkeiten vor); das katholische Messbuch hält zwar die Möglichkeit offen, nicht alle Fürbitten zu sprechen oder statt der Prozession zu Beginn der Kreuzverehrung eine Kreuzenthüllung vorzunehmen. Die Lesungen, die Uhrzeit und vieles andere mehr stehen dagegen nicht zur Disposition. Insofern ist die Aufgabenstellung, mit liturgischem Material zu experimentieren, eine "evangelische Aufgabenstellung". So wie beim Texttheater über die Fragen der Regie inhaltliche Fragen implizit mitdiskutiert werden, so sollen auch hier über die Fragen der Gottesdienstregie die dahinter stehenden inhaltlichen Fragen in den Blick kommen, deshalb ist es wichtig, dass die Gruppe bereits während der Arbeit an der Regie im Blick hat, dass über die Gründe der getroffenen Entscheidungen Rechenschaft abgelegt werden muss. Die Frage bleibt, ob ein solches Experiment nicht münden müsste in der gemeinsamen Feier eines Karfreitagsgottesdienstes. Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten; ich denke aber, dass die Bereitschaft, sich auf Fragen von Gottesdienstabläufen einzulassen, größer ist, wenn damit nicht verbunden ist, ihn im Rahmen Schule auch feiern zu "müssen". Gerade für Schülerinnen und Schüler, die der christlichen Tradition fern stehen, wäre ein solcher Schutz unabdingbar. Der vorgeschlagene Versuch ist gedacht für einen Unterricht ab Klasse 10, man benötigt dafür eine Doppelstunde.

Die Materialien M1 und M2 werden auf (verschiedenfarbigen) Karton vergrößert und kopiert und als Kärtchen ausgeschnitten. Sie enthalten einzelne Elemente der evangelisch-lutherischen (M1) und der katholischen (M2) Liturgie, die durchnummeriert sind, damit es den Schülerinnen und Schülern möglich wird, sich ein Bild vom "üblichen" Ablauf zu machen, ohne dass dies vorweg als "Information" vorgegeben werden muss, die leicht normativ verstanden werden könnte. Gesprochene Texte sind zur Unterscheidung von Regieanweisungen kursiv gesetzt. Vier Leer-Kärtchen (M3) werden in einer dritten Farbe kopiert; sie können mit eigenen Ideen von den Schülerinnen und Schülern gefüllt werden. 

Die Aufgabe für eine Dreiergruppe (Zeit: 45 Minuten) lautet:

  1. Versetzt euch in die Rolle von Teilnehmenden einer Gottesdienstvorbereitungsgruppe.
  2. Gestaltet mit den vorhandenen Bausteinen einen Karfreitagsgottesdienst. Dabei könnt ihr gleichfarbige oder verschiedenfarbige Kärtchen benutzen, also den evangelischen oder katholischen Ablauf zu Grunde legen und ihn verändern oder mit den vorhandenen Bausteinen einen "neuen" Gottesdienst kreïeren. Die Leer-Kärtchen sind für eure eigenen Ideen gedacht. Der Entwurf für einen Karfreitagsgottesdienst muss mindestens folgende drei Bausteine enthalten: Gebet, Segen (am Ende) und Lesung/Predigt.
  3. Besetzt vor Beginn der Arbeit unter euch folgende Rollen:
  • Moderator/Moderatorin: achtet darauf, dass die Arbeit in den 45 Minuten gut vorangeht.
  • Sprecher/Sprecherin: trägt anschließend im Plenum vor, a) worüber in der Gruppe kontrovers diskutiert wurde und b) aus welchen Gründen sich die Gruppe für die gewählten Bausteine entschieden hat
  • Protokollant/Protokollantin: bringt die Ergebnisse in eine Form (zum Beispiel durch Aufkleben der entsprechenden Karten auf ein Plakat)

Es ist sinnvoll, die Ergebnisse des Gruppenarbeitsprozesses nicht nur im Plenum zu kommunizieren, sondern auch für eine individuelle Reflexion fruchtbar zu machen, zum Beispiel, indem als Hausaufgabe ein freier Text zum Thema Karfreitag verfasst wird. Bei der genauen Aufgabenstellung ist zu bedenken und im Vorfeld den Schülerinnen und Schülern mitzuteilen, ob diese Texte im weiteren Verlauf des Unterrichts "nur" abgegeben oder ob sie auch vorgelesen werden sollen.

 

M 2

 

 15.00 Uhr

(Todesstunde Jesu)

 

 

 

 

 

Der Altar
ist vollkommen leer, ohne Kreuz,
Leuchter, Tücher.

 

 

 

 

Kleine Orgelmusik
zu Beginn
und am Ende des Gottesdienstes.

 

 

 

 

Der Liturg
hat ein
rotes Gewand an.

 

 

 

 

Zu Beginn
verneigt sich
der Liturg vor dem
Altar und wirft
sich nieder
(oder kniet
)

1

Eingangsgebet 

Gedenke, Herr, der großen Tagen, die dein Erbarmen gewirkt hat. Schütze und heilige deine Diener, für die dein Sohn Jesus Christus sein Blut vergossen und das österliche Geheimnis eingesetzt hat, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

 

 

 

2

Lesung 1

Jes 52.13 - 53,12

 

 

 

 

3  

Lesung 2

Hebr 4,14 - 16; 5,7-9

4

Lesung 3

Joh 18,1 - 19,42

 

(4a) 

Eventuell
eine kurze Predigt

 

 

Zehn (oder weniger) Fürbitten

  1. für die Heilige Kirche
  2. für den Papst
  3. für alle Stände der Kirche
  4. für die Katechumenen
  5. für die Einheit der Christen
  6. für die Juden
  7. für alle, die an Christus glauben
  8. für alle,die nicht an Gott glauben
  9. für die Regierenden
  10. für alle notleidenden Menschen

 

 

Kreuzverehrung

Prozession des Liturgen und anderer Helfer mit einem Kreuz und Kerzen vom Eingang zum Altar. Die Gläubigen treten der Reihe nach vor und verbeugen sich (Kniebeuge) oder legen eine Blume am Kreuz ab.

 

 

Vaterunser

 

 

 

 

Gebete vor der Kommunion

Liturg
Herr Jesus Christus, der Empfang deines Leibes bringe mir nicht Gericht und Verdammnis, sondern Segen und Heil. Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt. 

Gemeinde
Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach,
aber sprich nur ein Wort,
so wird meine Seele gesund.

 

 

 

Kommunion

(mit am Vortag konsekrierten Hostien)

10 

Segensgebet

Herr, unser Gott, reicher Segen komme herab auf dein Volk, das den Tod deines Sohnes gefeiert hat und die Auferstehung erwartet. Schenke ihm Verzeihung und Trost, Wachstum im Glauben und die ewige Erlösung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Anmerkungen

  1. An dieser Stelle sei Martin Goebel, Pfarrer an St. Marien in Ahlen/Westfalen, für Informationen und Gespräche zum Thema Karfreitag gedankt.
  2. Friedhelm Kraft: Zur Bedeutung des Liturgischen für Theorie und Praxis des evangelischen Religionsunterrichts, in: Klaus Bajohr-Mau/Ilk Eva Jobatey/Heribert Süttmann (Hg.): Vom Zentrum des Glaubens in die Weite von Theologie und Wissenschaft, FS für Dietrich Braun zum 70. Geburtstag, Rheinfelden 1998, 201-208 (203).
  3. Vgl. Bernd Abesser: Einander mitteilen im Angesicht Gottes. Schulgottesdienste geben der Religion von Lehrenden und Lernenden eine Gestalt, in: Lernort Gemeinde 21 (4/2003), 48-51 und Bärbel Husmann: Rituale in der Schule. Widerreden und praktische Beispiele, in: Lernort Gemeinde 21 (4/2003), 43-47.
  4. Zuletzt in: Darstellung und Mitteilung. Religionsdidaktik nach dem Traditionsabbruch, in: rhs 45 (2002), 11-19, wieder abgedruckt in: Thomas Klie/Silke Leonhard: Schauplatz Religion. Grundzüge einer performativen Religionspädagogik, Göttingen 2003, 152-165.
  5. Vgl. Jan Assmann: Der zweidimensionale Mensch: das Fest als Medium des kollektiven Gedächtnisses, in: ders. (Hg.): Das Fest und das Heilige. Religiöse Kontrapunkte zur Alltagswelt, Gütersloh 1991, 13-30.
  6. Assmann verweist in diesem Zusammenhang auf Krieg, Zerstörung und Zivilisationsmüdigkeit als Ausdrucksformen für das im Alltag Ausgeblendete.
  7. Vgl. zum Folgenden insbesondere Bernhard Dressler in diesem Heft: Karfreitag – ein sperriger Feiertag aus evangelischer Sicht sowie Michael Meyer-Blanck: Religion und Reflexion. Zur Frage liturgischer Elemente und religiöser Praxis im Klassenzimmer, in: Michael Wermke (Hg.): Rituale und Inszenierungen in Schule und Unterricht, Münster 1997, 60-74.
  8. Vgl. Meyer-Blanck, ebd., Anmerkung 33.
  9. Zu diesem Zweck sind die Texte des katholischen Messbuchs und der erneuerten Agende der VELKD unter shop.rpi-loccum.de/pelikan abrufbar.
 

Text erschienen im Loccumer Pelikan 1/2004

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