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Nachrichten
„Aller Tage Abend“ Die Berliner Autorin Jenny Erpenbeck ist mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet worden. Sie erhielt die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung des Verbandes Evangelisches Literaturportal mit Sitz in Göttingen für ihren Roman „Aller Tage Abend“. Das Buch spielt Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Polen und der Ukraine. Die Autorin schildert darin die Trauer und das Auseinanderdriften von Eheleuten nach dem plötzlichen Tod eines Säuglings. ... >>> Freiraum für Trost Popmusik baut Trauernden nach den Worten des Bremer Musikwissenschaftlers Ralf von Appen in besonderer Weise emotionale Brücken zu verstorbenen Angehörigen oder Freunden. „Populäre Musik kann ganz hervorragend Trauer unterstützen“, sagte von Appen in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Wissenschaftler zählt zu den Referenten der Bremer Kongressmesse „Leben und Tod“. ... >>> Vahrenwalder Kirche wird abgerissen und neu gebaut Hannover (epd/red). Noch in diesem Jahr soll die älteste Nachkriegskirche Hannovers entwidmet und abgerissen werden. Den letzten Gottesdienst in der 1950 errichteten Vahrenwalder Kirche, in dem das Gebäude entwidmet wird, feiert die dortige Gemeinde am Pfingstsonntag. "Es ist ein Abschied schweren Herzens", sagte Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann am Mittwoch in Hannover. Im Gegensatz zu anderen aufgegebenen Gotteshäusern entsteht an derselben Stelle jedoch für rund 2,4 Millionen Euro bis 2014 ein Neubau. ... >>> Bremische Kirche feiert internationalen Pfingstgottesdienst Bremen (epd). Christen aus Afrika, Asien und Deutschland beteiligen sich an einem internationalen Pfingstgottesdienst der Bremischen Evangelischen Kirche. An Pfingsten schicke Gott seinen Heiligen Geist, der die Trennung durch Herkunft und Sprachen überwinde, sagte Mitorganisator Hannes Menke. Der Generalsekretär der Norddeutschen Mission predigt in dem zweisprachigen Gottesdienst, der am Pfingstmontag um 18 Uhr in der Bremer Ratskirche Unser Lieben Frauen beginnt. ... >>> Anonymer Spender gibt 6.000 Euro für Kirchenprojekte Hannover (epd). Erneut ist in einer hannoverschen Kirchengemeinde eine anonyme Geldspende aufgetaucht. In der Post der katholischen St.-Clemens- Kirche fand ein Mitarbeiter bereits in der vergangenen Woche einen Briefumschlag mit 6.000 Euro in Scheinen zu je 500 und 50 Euro, sagte Propst Martin Tenge am Dienstag dem epd. Beigefügt war ein Schreiben mit dem Verwendungszweck: „Zu gleichen Teilen für die Ökumenische Essensausgabe und die Straßenambulanz“. ... >>> Neue Theologie-Professorin an der Uni Osnabrück Osnabrück (epd). Die Universität Osnabrück hat eine neue evangelische Theologin: Judith Gärtner übernimmt die Professur für Altes Testament und Antikes Judentum am Institut für Evangelische Theologie, teilte die Uni am Dienstag mit. Sie ist 1972 in Korbach geboren, studierte an den Universitäten Marburg, Münster und Jerusalem. 2000 legte Gärtner ihr erstes Theologisches Examen bei der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ab. ... >>>
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Steffen Marklein
Können Filme Werte vermitteln? Ein erstes Gefühl stimmt dem ungebrochen zu. Selbstverständlich können Filme Werte vermitteln. Schnell wird jedoch deutlich: es ist ein Satz mit mindestens drei Unbekannten!
Ein religionspädagogischer Zusammenhang könnte vermuten lassen, dass sich diese Fragen leicht klären lassen. Gemeint sind Filme, die den Zuschauenden biblische Themen und Geschichten vor Augen stellen und so das Doppelgebot der Liebe und den Dekalog veranschaulichen. Indem uns diese Bilder und Geschichten modellhaft vor Augen gestellt werden, lernen wir, uns an ihnen zu orientieren. Freilich – der Sachverhalt ist komplexer! Auch Filme zu biblischen Geschichten haben ihren Kontext! Sie folgen eigenen Interessen und Interpretationen der Überlieferung. Die Wirkung, die bei den Zuschauenden erzielt wird, kann von der Absicht des Regisseurs deutlich abweichen. Das Wechselgeschehen von Film und Rezipienten ist von vielen zusätzlichen Faktoren abhängig. Die Diskussion beispielsweise um Gewalt in Filmen oder auch Computerspielen hat gezeigt, wie vielschichtig sich die mediale Problematik im Detail darstellen kann. Nur wenn das Medium Film selbst zum Ausgangspunkt einer Wertevermittlung gewählt wird, kann angemessen über seine Möglichkeiten und Grenzen nachgedacht werden. Es ist nicht ratsam, sich bei der Frage nach der Vermittlung von Werten im Film allein auf eine inhaltsbezogene Filmanalyse zu konzentrieren. Das Medium Film lebt nicht allein aus seinen Geschichten, sondern in besonderem Maße aus seiner Form und den damit verbundenen emotionalen Dimensionen. ... >>> Katharina Behnke und Christiane Sölter
Für viele Familien gehört zur Einschulung der Besuch des Einschulungsgottesdienstes ebenso zu diesem besonderen Tag wie die anschließende Feier in der Grundschule. Jedes Jahr wieder ist dieser Gottesdienst bei uns sehr gut besucht und alle Besucher verlassen ihn positiv gestimmt. Glauben und Kirche wird als angenehm und als wichtiges Ereignis an einem bedeutsamen Tag in ihrem ureigensten Raum erlebt. Wesentliches Element des Gottesdienstes ist die Segnung der zukünftigen Erstklässler. Gottes Segen wird den Kindern in diesem Gottesdienst in Wort und Tat (des Handauflegens) zugesprochen. Das hat eine besondere Bedeutung, eine besondere Wichtigkeit für Kinder und deren Eltern an diesem besonderen Tag (Grethlein, Lück, 2006, S. 127). An unserer Schule kam nun die Frage auf, warum ein solcher Segenszuspruch an die Kinder nur am Anfang der Schullaufbahn steht. Wir empfanden es als gut und richtig, dass unseren Schülern und Schülerinnen beim Verlassen der Grundschule erneut ein Segen für den neuen Weg / für die neue Schule gegeben wird. Gemeinsam mit der Pastorin unserer Kirchengemeinde machten wir uns daraufhin an die Planung eines Grundschulabschlussgottesdienstes für unsere beiden vierten Klassen, in dem Segen und Gesegnetwerden eine wesentliche Rolle spielen sollten. ... >>> Johannes Kubik
„Der Mensch wird mit der religiösen Anlage geboren wie mit jeder andern,
und wenn nur sein Sinn nicht gewaltsam unterdrückt […] wird […],
so müsste sie sich auch in jedem unfehlbar auf seine eigne Art entwickeln.“ Das Thema „Was ist Religion“ gehört zu den religionsunterrichtlich spannendsten Themen überhaupt. Bildet sich doch darin eine alte theologische Streitfrage ab: Kann man, wie etwa Friedrich Schleiermacher, im Ernst von einer „religiösen Anlage“ (s. o.) jedes Menschen sprechen oder muss man nicht vielmehr, wie etwa Karl Barth, annehmen, die christliche Botschaft sei etwas so radikal anderes, als es menschlicherseits erwartbar ist, dass sie eben nur „senkrecht von oben“ oder zumindest doch irgendwie „von außen“ zum Menschen kommen könne? Didaktisch gewendet stellt sich die Frage, wie man die Annahme einer religiösen Anlage heutigen Schülern und Schülerinnen1 plausibel machen kann: Denn den meisten von ihnen erscheint ja Religion als etwas so Abseitiges, Dubioses, hoffnungslos Veraltetes, dass die Annahme einer religiösen Anlage wohl das Letzte ist, das ihnen sofort einleuchten würde. In Wahrheit ist dieses Thema die Grundlage für das Verstehen religiöser Phänomene überhaupt, und somit im gewissen Sinne Grundlage für den gesamten Oberstufenunterricht, mindestens aber für das, was seit Kurzem „Wahrnehmungskompetenz“ genannt wird. ... >>> weitere Materialien ... >>>
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