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Nachrichten

Landesbischof: Kirche muss ihrem Auftrag treu bleiben

Osnabrück (epd). Der evangelische Landesbischof Ralf Meister und der katholische Generalvikar Theo Paul haben die Kirchen aufgefordert, die eigene Botschaft deutlicher herauszustellen. In einer immer komplexer werdenden Gesellschaft dürften sie nicht jedem Zeitgeist hinterher rennen, betonte der Meister, Bischof der hannoverschen Landeskirche, am Mittwochabend in Osnabrück: "Die Kirche muss zuallererst ihrem Auftrag treu bleiben."  ... >>>


Gemeinsam Kirche stark machen

Gemeinde stark machen, Kirche stark machen - das funktioniert nur, wenn Ehrenamtliche und Hauptamtliche am selben Strang ziehen. Aber wo es darum geht, Konzepte zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Veränderungsprozesse zu gestalten, sind Reibungen und Konflikte unvermeidbar. Was ist nötig, damit die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gut gelingt? Antworten auf diese Frage will eine Tagung finden, die vom 10. bis 12. Februar 2012 an der Evangelischen Akademie Loccum stattfindet. ... >>>


Islamischer Religionsunterricht in Niedersachsen rückt näher

Hannover (epd/red). In Niedersachsen steht die Einführung des islamischen Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach nahe bevor. Erstmals tagte am Freitag in Hannover ein Beirat aus den Islamverbänden DITIB und Schura, der Ansprechpartner für das Kultusministerium ist. "Mit der Gründung des gemeinsamen Beirats ist der Weg für das neue Fach 'Islamische Religion' in Niedersachsen geebnet", sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU). ... >>>


Pop-Oratorium "Die zehn Gebote" in Hannover

Hannover (epd / von Charlotte Morgenthal und Thomas Paterjey). Das rockige Solo der E-Gitarre wird untermalt von der sanften Musik der Violinen. Dann setzt mit Stimmgewalt ein Chor aus 1.500 Stimmen ein und singt das erste Lied. Der Klang lässt die TUI-Arena in Hannover erbeben. Bei der Aufführung des Pop-Oratoriums "Die zehn Gebote", mit der das "Jahr der Kirchenmusik" in der hannoverschen Landeskirche am Sonntag offiziell eröffnet wurde, trafen musikalische Welten aufeinander. ... >>>


EKD-Ratsvorsitzender besorgt über rechte Gewalt

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat am heutigen „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ seiner großen Besorgnis anlässlich rechtsextremer Gewalt und rechtsextremen Gedankengutes in Deutschland Ausdruck verliehen. „Die Aufdeckung der Mordtaten der neonazistischen Terrorgruppe NSU und die Tatsache, dass die Gruppe einen großen Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern hatte, sind ein Warnsignal, das nicht übersehen werden darf“, sagte Schneider heute am Rande der Sitzung des Rates der EKD in Hofgeismar. ... >>>


Landesbischof Meister startet Kampagne zur Kirchenvorstandswahl

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat am Donnerstag eine Kampagne zur Kirchenvorstandswahl in der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland gestartet. Mit einem Hubwagen fuhr der Bischof dazu am Turm der Marktkirche in Hannover nach oben. In rund neun Metern Höhe enthüllte er ein Großplakat mit dem Motto der Kampagne "Gemeinde stark machen". ... >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuell

Neue Ausstellung im RPI
„Katze im Sack“ von Andreas Amrhein


Bei den in dieser Ausstellung präsentierten Arbeiten von Andreas Amrhein handelt es sich zum großen Teil um Farbradierungen. Sie sind teilweise handkoloriert, in einigen Fällen mit Holzschnitt kombiniert. Ergänzt werden sie durch drei großformatige Papierarbeiten, stellvertretend für einen weiteren Ausschnitt der künstlerischen Arbeit Andreas Amrheins. Radierungen erfordern eine knappere Bildsprache als großformatige Zeichnungen. Sie stellen ein eigenes Medium dar, das sehr viel Handwerk allein im Umgang mit Papier und Farbmischungen erfordert.

Vom 17. Januar bis zum 13. April 2012 zeigt das Religionspädagogische Institut Loccum eine Ausstellung von Andreas Amrhein mit dem Thema " „Katze im Sack“. .... >>>

 

Johannes Kubik
Was ist Religion? – Anregungen zu einer wahrnehmungskompetenzorientierten Unterrichtssequenz

Bild: stck.xchng

Das Thema „Was ist Religion“ gehört zu den religionsunterrichtlich spannendsten Themen überhaupt. Bildet sich doch darin eine alte theologische Streitfrage ab: Kann man, wie etwa Friedrich Schleiermacher, im Ernst von einer „religiösen Anlage“ (s. o.) jedes Menschen sprechen oder muss man nicht vielmehr, wie etwa Karl Barth, annehmen, die christliche Botschaft sei etwas so radikal anderes, als es menschlicherseits erwartbar ist, dass sie eben nur „senkrecht von oben“ oder zumindest doch irgendwie „von außen“ zum Menschen kommen könne? Didaktisch gewendet stellt sich die Frage, wie man die Annahme einer religiösen Anlage heutigen Schülern und Schülerinnen plausibel machen kann:
Denn den meisten von ihnen erscheint ja Religion als etwas so Abseitiges, Dubioses, hoffnungslos Veraltetes, dass die Annahme einer religiösen Anlage wohl das Letzte ist, das ihnen sofort einleuchten würde. .... >>>

Unterrichtspraxis

Christine Stoppig
Abendmahl inklusiv – Ideen auf dem Weg zu einer inklusiven Konfirmandenarbeit

Bild: stck.xchng

Jugendliche lernen, wenn sie den Lerninhalt zu ihren eigenen Lebenserfahrungen in Beziehung setzen können. Jugendliche lernen das, was ihnen einleuchtet und sie unmittelbar anspricht. Sie lernen, wenn etwas erfahrbar, erlebbar und spürbar wird, wenn sie sich mit etwas identifizieren können. Das gilt für alle Jugendlichen – ob mit oder ohne Behinderung! Dies ist seit Jahren die Grundlage der integrativen Konfirmandenarbeit, die Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Behinderungsgraden in eineinhalb Jahren Unterrichtszeit auf die Konfirmation vorbereitet. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass diese Form von Unterricht auch für nicht-behinderte Jugendliche immer attraktiver wird, so dass sich einzelne immer wieder ganz bewusst zu unserer Konfirmandengruppe anmeldet haben. Um diese Inklusionserfahrung für mehrere Jugendliche zugänglich zu machen, laufen derzeit konzeptionelle Gespräche mit der Kirchengemeinde vor Ort, um unsere Konfirmandenarbeit insgesamt inklusiv und damit mit gleichberechtigten Anteilen für alle Beteiligten aufzustellen.
r haben gute Erfahrungen damit gemacht, den Unterricht mit einer gemeinsamen Mahlzeit und einem kleinen Spaziergang zu beginnen. Die Jugendlichen haben erst einmal Zeit anzukommen, können miteinander ins Gespräch kommen und sich von der Schule erholen. Danach beginnt der Unterricht, der in einer großen Runde auf dem Boden des Gemeindesaals stattfindet. ... >>>

Beate Peters und Lissy Weidner
Rouven und der Zorn Jesu – Die Geschichte der Tempelaustreibung mit bibliodramatischen Elementen erarbeiten

Bild: stck.xchng

Jesus ist wütend! Mit den Tischen stößt er eingespielte Gewohnheiten um und stellt längst etablierte Sitten auf den Kopf. Unerhört? In den Augen derjenigen, die sich mit dieser Art des Tempellebens identifizierten, sicherlich. Das Umtauschen der Geldmünzen mit dem Bild des Kaisers in die “koschere” Tempelwährung und der Verkauf von Opfertieren gehörten schließlich zum Tempelalltag. Doch das Treiben hatte sich verselbständigt, diente nicht mehr seinem Zweck: Geldwechsler versuchten, den Kurs in die Höhe zu treiben – und diejenigen, die sich ein Opferlamm oder gar einen Stier leisten konnten, sahen auf die herab, bei denen es nur für ein Täubchen reichte. So wird der Tempel, der Einheimische und Fremde, Arm und Reich im Gebet miteinander verbinden soll, zum Ort, an dem Profitgier und die Sucht nach Sehen und Gesehen-Werden Menschen zertrennt. “Es steht geschrieben:”, ruft Jesus, “Mein Haus soll ein Bethaus sein. Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!”
Wie nehmen wir das Verhalten Jesu wahr? Aus der Distanz von 2000 Jahren heraus scheint es leicht, Jesu Verhalten als richtig und notwendig zu bewerten. Ja, der Tempel ist ein Bethaus! Doch was, wenn die Frage uns nahe kommt: Welches Treiben füllt unsere Räume in Kindertagesstätte und Schule, was die Räume in meinem eigenen Leben? Was ist uns “heilig” und was muss heraus, um dem Heiligen Raum zu schaffen?
Die Geschichte fordert uns heraus, Kindern nicht nur einen “lieben, netten” Jesus vorzustellen, sondern einen Sohn Gottes, der unbequeme Fragen stellt und das Leben kritisch beleuchtet. Und sie zeigt, dass es manchmal nicht nur Freundlichkeit, sondern auch unseren gelebten Zorn braucht, um Räuberhöhlen-Tische umzustürzen. ... >>>

Steffen Marklein
Gerechtigkeit Gottes? – Die Kunst des Friedens
Unterrichtsbausteine zum Thema Krieg – Gewalt – Frieden für die Sekundarstufen I + II

Bild: stck.xchng

Christliche Friedenspädagogik besitzt ihre zentralen biblischen Bezugspunkte in den großen prophetischen Friedensvisionen des Alten und Neuen Testaments (Jesaja 11, Micha 4, Offenbarung 21) sowie in der Friedensbotschaft Jesu, die in der Bergpredigt (Matthäus 5-7) ihren bedeutungsvollsten Ausdruck gefunden hat.1 Die bildende Kunst hat diese Traditionen seit ihren Anfängen immer wieder aufgegriffen. Sie verbindet bis heute in vielfältiger Weise eigene Gegenwart mit biblisch inspirierten Hoffnungs- und Friedensbildern. Dabei spielen unterschiedliche gesellschaftliche Erfahrungen und Kontexte eine wichtige Rolle. Umstritten ist, ob und in welcher Weise Kunst politisch sein sollte.

Mit dem Begriff der so genannten “engagierten Kunst” verbindet sich eine Diskussion, die zum einen nach der Bedeutung und Wirksamkeit von Kunst für das gesellschaftliche Leben fragt, zum anderen den Sinn und Eigenwert von Kunst überhaupt zu bestimmen sucht. Kunst, die sich programmatisch in den Dienst einer politischen Richtung oder Ideologie stellt, steht in der Gefahr, ihre Freiheit zu verlieren. Mit dem Verlust ihres gesellschaftlichen Bezuges verliert sie ihre Kraft und verkommt zur Banalität. Kunst hingegen, die zeit- und zwecklos daher kommt, um sich als “reine Form” zu empfehlen, kann und darf die eigene Geschichtlichkeit nicht übersehen. Auch ihre Freiheit muss immer wieder errungen werden. ... >>>

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Surftipp

Global Conflicts – Alternative Computerspiele

Computerspiele, die auf alternative Konfliktlösungsstrategien setzen, gibt es wenige. Eine kleine Firma aus Dänemark macht in diesem Zusammenhang seit einigen Jahren durch interessante Spiele auf sich aufmerksam. Unter der Überschrift Global Conflicts sind bisher Palestine (2007), Latin America (2008) und Africa (2009) erschienen. Spielorte sind u.a. Jerusalem, Bolivien und Uganda. Es handelt sich um Rollen- bzw. Adventure-Spiele, bei denen der Spieler beispielsweise in der Rolle einer Journalistin oder eines Journalistin für eine Zeitung einen Artikel recherchieren und veröffentlichen muss. Es sind Entscheidungen darüber zu treffen, wo und wie Informationen erlangt werden und in welcher Zeitung der Bericht erscheinen soll. Verbunden mit dem Spiel sind Informationen über die tatsächlichen politischen und militärischen Konflikte. Die Spiele wurden in Dänemark mit Schülerinnen und Schülern getestet. Die Resonanz war mehrheitlich positiv. ... >>>

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Rezension   Programm 2012   Loccumer Pelikan

Reiner Andreas Neuschäfer und Matthias Hahn (Hg.):
Gerechter werden

Verlag IKS Garamond, Jena 2010 ... >>>

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