Leitbild des Religionspädagogischen Instituts Loccum 

1.  Vorwort

 

2.  Wer wir sind

Das RPI ist eine Einrichtung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Es entwickelt an der Schnittstelle von Kirche und Schule die Leitlinien und Schwerpunkte seiner Arbeit im Gespräch mit der zuständigen Abteilungsleiterin des Landeskirchenamtes und übernimmt darüber hinaus Aufgaben im Auftrag der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

Als Fachinstitut

Dabei kooperiert das RPI mit staatlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Partnern auch aus anderen Landeskirchen und Bistümern.

 

Als staatlich anerkanntes Fortbildungsinstitut bietet das RPI

 

Für den Bereich Hochschule und Wissenschaft bietet das RPI

 

Für den kirchlichen Bereich bietet das RPI

 

Das RPI erarbeitet und veröffentlicht

Die Fachbibliothek des RPI bietet mit ihren rund 36.500 Büchern und 65 Zeitschriften und die Mediothek mit rund 4.000 Medien ein fundiertes Angebot an religionspädagogischer Literatur und aktuellen Publikationen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Sammlung von Unterrichtsmaterialien, die auch zur Ausleihe bereitgestellt werden.

Ein ausgewogen zusammengesetztes Kollegium von Dozentinnen und Dozenten aus den Bereichen Pädagogik und Theologie dient der Erfüllung unserer Aufgaben. Unsere Fachlichkeit und Kreativität speist sich aus den individuellen Stärken jedes Einzelnen und der Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitenden des RPI.

 

3.  Unsere Ziele

Das Selbstverständnis unserer Arbeit am RPI ist vom christlichen Menschenbild geprägt: Der Mensch ist als Bild Gottes in seinem Selbstwert zu begreifen und gegenüber verabsolutierendem Denken und Handeln zu schützen. Nach unserem Verständnis von Bildung geschieht sinnstiftende Lebensdeutung im Zusammenhang von Lernen, Wissen, Können, Wertbewusstsein und Handeln. In diesem Sinn geht es wesentlich um die Entwicklung und Stärkung der gesamten Persönlichkeit. Wir verstehen unsere Arbeit als eine Form lebendiger Kirche.

Wir verstehen uns als ein religionspädagogisches Fachinstitut, das in besonderer Weise religionspädagogische Theorie und religionspädagogische Praxis aufeinander bezieht und wechselseitig miteinander verzahnt. Daher nehmen wir aktiv am religionspädagogischen Theoriediskurs teil, um die Perspektive der Praxis von vornherein mit einzutragen. Gleichzeitig wollen wir Lehrerinnen und Lehrer sowie kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Praxis in der Weise unterstützen und begleiten, dass sie ihre pädagogische Praxis im Hinblick auf den aktuellen religionspädagogischen Diskurs reflektieren und weiterentwickeln können. In unseren eigenen Beiträgen und Veröffentlichungen soll dieser Theorie-Praxis-Zusammenhang beispielhaft zum Ausdruck kommen. 

Wir verstehen religiöses Lernen als Bildungsaufgabe, durch die Kinder und Jugendliche die Chance erhalten, sich auf dem Hintergrund der jüdisch-christlichen Tradition in protestantischer Perspektive mit den Fragen ihres Lebens und der Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Wir wollen dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche in dialogischer Perspektive eine für ihren Alltag relevante Deutungskompetenz entwickeln und damit Verstehens- und Orientierungshilfen zur eigenen Lebensgestaltung erhalten.

Diese Kompetenz meint auch, über die eigenen Interessen hinaus eine Fähigkeit und Bereitschaft zu Solidarität mit dem Nächsten sowie der Schöpfung zu entwickeln.

Die Verantwortlichen für religiöse Bildungsprozesse sollen in ihrer Aufgabe unterstützt werden, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Kontext von Gesellschaft, Schule und Kirche wahrzunehmen, einzuschätzen und personen- und situationsgerechte Lernprozesse und angemessene Lernkontexte zu gestalten. Dazu benötigen sie umfassende pädagogische, theologische sowie personale und gesellschaftspolitische Kompetenzen.

Unser Anliegen ist auch die Weiterentwicklung wechselseitiger Wahrnehmungen, der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit in Schule und Gemeinde.

 

4.  Die Weiterentwicklung des Instituts und die Qualitätsverbesserung unserer Arbeit resultieren aus dem ...

 

a) Wechselspiel zwischen Lehren und Lernen

In unserer Aus-, Fort- und Weiterbildungsarbeit gehen wir von den Praxisanforderungen, den Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und den fachlichen Erfordernissen aus. Auf diesem Hintergrund werden gemeinsam neue Konzeptionen wahrgenommen und weiterentwickelt. Insgesamt basiert unsere Arbeit auf dem Wechselspiel der Kompetenzen von Teilnehmenden und Referierenden. Durch wechselnde Angebote und innovative Tagungsformen halten wir uns und unsere Arbeit lebendig.

Indikatoren:

 

b) Wechselspiel zwischen Anforderung und Regeneration


Unsere Gäste sind in ihrer Arbeit als Personen herausgefordert und angefragt. Je mehr es ihnen gelingt, ihre Persön­lichkeit und ihre Ressourcen zu entfalten, desto professioneller werden sie den jeweiligen Ziel­gruppen begegnen können. Persönlichkeitsbegleitende Angebote sind zudem wichtige Maßnahmen, die vor „burn out“ schützen.
Auch wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sind in unserer Arbeit als Personen herausgefordert und angefragt. Je mehr es uns gelingt, unsere individuellen Ressourcen und Fähigkeiten zu entfalten, desto professioneller können wir unseren Gästen begegnen.
Die Gestaltung unserer Kurse hat eine exemplarische Funktion für das ausgewogene Verhältnis von Anforderung und Regeneration. Das kommt zum Ausdruck in der äußerlichen Gestaltung und in inhaltlichen Angeboten. Die Geschichte, die Atmosphäre und die besonderen Möglichkeiten des Ortes Loccum und unseres Hauses unterstützen diese Anliegen.

Indikatoren:

 

c) Wechselspiel zwischen Mitarbeitenden und Zielgruppen

Unsere Arbeit kennzeichnet einerseits, dass wir zielgruppengerechte Angebote machen. Andererseits ist sie dadurch gekennzeichnet, dass wir Impulse, Erwartungen und Fragen unserer Adressaten aufnehmen und einbeziehen.
Wir beabsichtigen sowohl eine große Breitenwirkung als auch eine beständige und verlässliche Begleitung.

Indikatoren:

 

d) Wechselspiel zwischen dem RPI und anderen Einrichtungen

Im Austausch und in Kooperation mit Einrichtungen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Konföderation Evangelischer Kirchen in Niedersachsen, der evangelischen Landeskirchen, anderen christlichen Kirchen sowie mit staatlichen Einrichtungen entwickeln wir unser Profil beständig fort. Wir bieten ein Forum für den wissenschaftlichen Diskurs mit Fachhochschulen und Universitäten und beteiligen uns mit eigenen Projekten daran.

Indikatoren:

 

e) Wechselspiel zwischen Kontinuität und Innovation

Innerhalb der Dienstbesprechungen und Klausurtagungen wird die Arbeit des RPI reflektiert und neuen Anforderungen angepasst.
Diese neuen Anforderungen werden definiert durch

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