Vereinbarungen für die Konfirmandenzeit


Zur Konfirmandenarbeit werden Kinder und Jugendliche eingeladen. Ob sie die Einladung annehmen, wie sie daran teilnehmen und ob die Erziehungsberechtigten sie darin unterstützen, ist nicht selbstverständlich oder von vornherein klar. Sinn und Ziele müssen erkennbar, die Regeln für die Teilnahme möglichst gut bekannt sein, damit die Kinder und Jugendlichen die Einladung annehmen mögen und die Erziehungsberechtigten sie in der Konfirmandenzeit begleiten können. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich in einer Kirchengemeinde hierüber zu verständigen:

  • ·        ein Gespräch im Zusammenhang mit der  Anmeldung zur Konfirmandenarbeit,
  • ·        eine Einführung die  geltende Ordnung der Kirchengemeinde für die Konfirmandenarbeit vor Beginn des Unterrichts und die schriftliche Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.,
  • ·        eine Vereinbarung für die Konfirmandenarbeit. Damit versprechen die Konfirmanden und Konfirmandinnen, deren Erziehungsberechtigte und die Unterrichtenden einander wechselseitig, das ihnen Mögliche für das Gelingen der Konfirmandenzeit zu tun.

Mit der Vereinbarung werden bestimmte Voraussetzungen und Regeln der Konfirmandenarbeit vereinbart. Die Partner der Vereinbarung erkennen sie als gültig an. Es handelt sich nicht um eine rechtliche Verpflichtung oder um eine Disziplinierungsmaßnahme. Die Vereinbarung ist eine Bestätigung dafür, dass alle Beteiligten die Konfirmandenarbeit ernst nehmen, sich darin unterstützen und das Beste aus der Konfirmandenzeit machen wollen.

  • ·        Indem die Konfirmanden und Konfirmandinnen zu Partnern der Vereinbarung werden, nimmt die Kirchengemeinde sie als verantwortliche Gemeindeglieder ernst. Sie traut ihnen zu, verlässliche Partner während der Konfirmandenzeit zu sein. Sie nimmt ernst, dass sie sich bewusst auf ihre Konfirmation vorbereiten wollen. Es ist deshalb sinnvoll, die Vereinbarung mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen vorher zu besprechen.
  • ·        Die Erziehungsberechtigten erkennen mit der Vereinbarung an, dass sie ihre Mitverantwortung für das Gelingen der Konfirmandenzeit akzeptieren und dazu beitragen wollen.
  • ·        Die Unterrichtenden erklären ihre Bereitschaft, sich für eine inhaltlich und methodisch anregende Konfirmandenarbeit zu engagieren.

Wie eine Vereinbarung formuliert werden kann, zeigen die / zeigt das folgende(n) Muster.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Vereinbarung für den jeweiligen Konfirmandenjahrgang aktuell in einem Prozess zu erarbeiten und miteinander abzuschließen. Dies ist zumeist eine Vereinbarung zwischen den Konfirmanden und Konfirmandinnen einerseits und dem/den/der Unterrichtenden andererseits. Die Erarbeitung einer solchen Vereinbarung zu Beginn der Konfirmandenzeit ist eine Chance für das Gelingen des Gruppenprozesses.

Das Modell einer Vereinbarung, gerade mit den Konfirmanden und Konfirmandinnen orientiert sich stärker an einer Konfirmandenarbeit mit Jugendlichen der siebten und achten Klassen als mit Kindern der vierten Klasse (Hoyaer Modell). Es sind aber auch für diese Modell Formen einer Vereinbarung denkbar, eventuell erst für die zweite Phase im achten Schuljahr.


Muster einer Vereinbarung für die Konfirmandenarbeit
(WinWord 6.0 Datei gepackt, 3 KB)
(RTF-Format ungepackt, 8 KB)

Ich ..........................................möchte an der Konfirmandenarbeit meiner Kirchengemeinde aktiv teilnehmen und konfirmiert werden. 

Ich möchte verstehen lernen, was es bedeutet, an Gott zu glauben und ein Christ/eine Christin zu sein. Die Kirche, zu der ich gehöre, möchte ich besser kennen lernen. 

Darum werde ich regelmäßig an der Konfirmandenarbeit teilnehmen. Auch an den Gottesdiensten werde ich regelmäßig teilnehmen, mich an besonderen Vorhaben während der Konfirmandenzeit beteiligen und dabei auch Aufgaben übernehmen. 

Die Vorbereitung auf die Konfirmation findet in der Konfirmandengruppe statt. Ich gehöre dazu und will meinen Beitrag zum Gelingen der Gruppe leisten.

..........................................................................................

(Ort)     (Datum)                                (Unterschrift)               


Wir/Ich möchte(n), dass unsere/meine Tochter/ unser/mein Sohn an der Konfirmandenarbeit der Kirchengemeinde teilnimmt und konfirmiert wird.

Deshalb wollen wir/will ich unsere/meine Tochter/ unseren/meinen Sohn auf diesem Weg zur Konfirmation begleiten. Er/Sie soll erfahren, dass auch uns/mir am Gelingen der Konfirmandenzeit liegt. Wir/Ich werde(n) ihn/sie dabei unterstützen und Anteil daran nehmen, was ihn/sie beschäftigt.

Im Rahmen unserer/meiner finanziellen Möglichkeiten werde(n) wir/ich für die notwendigen Kosten, z.B. für Unterrichtsmaterialien und Freizeiten, unseren/meinen Eigenbeitrag leisten.

..........................................................................................

(Ort)     (Datum)                               (Unterschrift/en)                                                           


Wir/Ich erkläre(n) uns/mich bereit, Dich........................................auf dem Weg zur Konfirmation im Jahr .... zu begleiten.

  • Wir/Ich werde(n) das uns/mir Mögliche tun, Dir zu erklären und Dich damit vertraut zu machen, was es bedeutet, an den dreieinigen Gott zu glauben und als ein Christ/eine Christin zu leben.

Wir wollen uns/Ich will mich dafür einsetzen, dass uns die Konfirmandenzeit miteinander gelingt.

..........................................................................................

(Ort)     (Datum)                               (Unterschrift/en)


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