Andreas Feige, Stephanie Kamitz, Michael Schramm

'Pendeln' und anderes mehr - Okkultpraktiken als Thema des Religionsunterrichts?

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1. Ein nebensächliches Thema?

Von Science Fiction über Fantasy bis hin zu Okkultem und Mysteriösem: In den letzten Jahren ist eine wahre Flut von Serien (Akte X, Millenium, Mystery usw.) über die meist jungen Fernsehzuschauer hereingebrochen. Die Quotenmacher des Privaten Fernsehens wissen, was ankommt.

Auch in den Ergebnissen der Shell-Studie 2000 lässt sich etwas Wichtiges zum Thema ‚Jugend und das Unerklärbare‘ erkennen. Zwar fällt die Antwort der befragten 15-24-jährigen Jugendlichen zur Frage nach 'spirituell-okkulten Praktiken' deutlich zurückhaltend aus: ‘‘76% aller Befragten üben keine dieser Praktiken aus, 14% eine, 5% zwei, 2% drei, 1% vier.’‘ (Shell-Studie 2000, Bd. 1, S. 174) Und die Studie zeigt auch, dass Praktiken wie ‘‘I Ging’‘ ‘‘Karten legen’‘ und ‘‘Pendeln’‘ nur von 6,7% der Jugendlichen ‚selten‘ bis ‚sehr oft‘ praktiziert werden und es sich ähnlich bei ‘‘Geisterbeschwörungen’‘ und ‘‘Séancen’‘ verhält: 3,1% praktizieren dies ‚selten‘ bis ‚sehr oft‘, bei Beschwörungs-/Zauberhandlungen und dem Satanskult geben dies nur noch 2% an. (Quelle: Frage 37 der Shell-Studie 2000, a.a.O., Elektronischer Datensatz). Aber: An anderen Antworten der Jugendlichen lässt sich erkennen, dass übernatürliche Phänomene gleichwohl ein bewusstseinsthema der Jugendlichen sind. So gibt es für fast zwei Drittel der Befragten Vorgänge, ‘‘die man nicht erklären kann’‘, in denen ‘‘übernatürliche Kräfte’‘ am Werk sind (Frage 41 Shell-Studie 2000, a.a.O., Elektron. Datensatz). Allerdings wird darüber nur ungern offen gesprochen: 45,7% verweigern sich hier. Diese Zurückhaltung gilt selbst für Gespräche in der Clique. Nur 17% der Befragten reden dort ‚oft‘ über übernatürliche Sachen und religiöse Themen (Elektron. Datensatz, a.a.O.).

Mithin: ‚Unerklärlich-Übernatürliches‘, ‚Mysteriöses‘ - gar: Okkultes - ist zwar einerseits ein Thema, aber es bleibt doch nur latent, d.h. es entzieht sich z.T. selbst der Öffentlichkeit des Freundeskreises. Und das bedeutet: Wegen seiner Latenz ist es besonders intensiv, weil bewusstseinsunkontrolliert wirksam. Könnte das Thema nicht gerade deshalb ein Gegenstand des Schulunterrichts sein - und dort, wo sonst, im Religionsunterricht?

Wir haben diese Frage im Rahmen eines größeren Forschungsprojekts über Religionslehrerinnen und -lehrer in Niedersachsen gestellt, über das insgesamt in diesem Heft auch an anderer Stelle berichtet wird.

Im Folgenden wollen wir Reaktionen von Religionslehrenden vorstellen, die im Rahmen des Untersuchungsfragebogens zum Themenkomplex 'Okkulte Praktiken als Thema des Unterrichts' gesammelt wurden. Es sind zum einen Antworten auf eine frei zu beantwortende Frage nach Erfahrungen und nach dem Umgang mit okkulten Themen im Unterricht; zum anderen sind es Reaktionen auf Antwortvorgaben, in denen Möglichkeiten beschrieben werden, Pendeln im Unterricht thematisch zu behandeln, und die den Kenntnis- und Interessenstand zu diesem Thema erfassen.

    1. Welche Einstellung haben ReligionslehrerInnen zum ‚Pendeln als Thema des Religionsunterrichts‘?

Im Fragebogen ist versucht worden, das Unterrichtsthema ‚Unerklärlich-Übernatürliches‘ am Beispiel von ‚Pendeln‘ konkret zu machen und dafür den Befragten mögliche Reaktionsmuster vorzugeben. Dazu stellten wir die folgende Frage:

‘‘Unter dem Stichwort ‘‘offene religiöse Didaktik’‘ kann man auch darüber diskutieren, wie man mit Themen umgeht, die nach landläufiger Auffassung eher im Gegensatz zu christlich-religiösen Inhalten stehen.

Diese Themen könnten beispielsweise Okkultpraktiken wie das 'Pendeln' sein - eine Methode, die Jugendliche gelegentlich anwenden, um Antworten auf Fragen über ihre Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu finden. Was meinen Sie: Soll der RU diesen Themen wie 'Pendeln' u.ä. offen stehen?

Bitte nehmen Sie zu jeder der folgenden Auffassungen Stellung.’‘

Das Ergebnis der Antworten auf die angebotenen Vorgaben lautet:

Meiner Meinung nach ...

             
 

auf keinen Fall

     

auf jeden Fall

 

Mittel-wert

je Zeile

... kann das 'Pendeln' im Unterricht probeweise praktiziert werden.

[n = 2.039]

41

17

18

14

11

100%

2,37

... ist vor den möglichen psychischen Gefahren zu warnen, die durch das 'Pendeln' entstehen können.

[n = 2.033]

6

3

9

16

66

100%

4,30

... ist das 'Pendeln' im Unterricht zu tolerieren, weil es eine weit verbreitete Praxis ist.

[n = 2.026]

59

21

13

4

4

100%

1,74

... sollte das 'Pendeln' eingesetzt werden, weil es den Unterricht methodisch belebt.

[n = 2.033]

62

16

12

7

4

100%

1,75

... ist im Unterricht zu verdeutlichen, daß Gott den Menschen von allen finsteren Mächten befreit.

[n = 2.011]

10

9

24

23

33

100%

3,58

... können im Unterricht durch die Behandlung des Themas 'Pendeln' unbewusste Einstellungen der Schüler/-innen therapeutisch erschlossen werden.

[n = 2.000]

36

20

25

13

6

100%

2,32

... sollte der spielerische Reiz des 'Pendelns' bei der Behandlung des Themas erhalten bleiben.

[n = 2.009]

41

16

17

14

12

100%

2,39

... kann das 'Pendeln' im Unterricht als eine Möglichkeit vorgestellt werden, göttlichen Willen zu erkennen.

[n = 2.028]

91

5

3

1

1

100%

1,15

... sollte das 'Pendeln' im Unterricht wissenschaftlich-rational erklärt werden.

[n = 2.018]

13

5

14

19

48

100%

3,84

Unsere Interpretation dieser Zahlenverteilungen lautet: Das Antwortverhalten der ReligionslehrerInnenschaft ist von der alles überragenden Befürchtung geprägt, das Pendeln als Element okkulter Praktik könnte den geselligen Rahmen jugendlicher Peers überschreiten. Es könnte bei ihnen Weltwahrnehmungen fördern bzw. Strukturen ihrer Welt-Aufordnung prägen, die zu dem mit ihrem Religionsunterricht verfolgten Ziel der emanzipativ-befreienden Wirkung von Religion kontraproduktiv ausfallen müßte. Die Warnung vor den psychischen Gefahren steht an der Spitze und sie besitzt einen der höchsten der in der Gesamtbefragung erreichten Mittelwerte. Und entsprechend wird von den ReligionslehrerInnen souverän die Provokation der Fragebogen-Autoren zurückgewiesen, mit dem Pendeln könne im Unterricht eine Möglichkeit vorgestellt werden, ‘‘göttlichen Willen’‘ zu erkennen.

Nicht ganz so deutlich wird der Gedanke verworfen, das 'Pendeln' deswegen im Unterricht einzusetzen, weil es diesen ‘‘methodisch beleben’‘ könnte; vielleicht auch deswegen, weil es für eine unter den SchülerInnen weitverbreitete Praxis gehalten wird. Immerhin finden sich unter allen Lehrenden 25%, die sich (mehr oder weniger) für das probeweise Pendeln im Unterricht stark machen - eine Zahl, die in den von der alters- und milieuspezifischen Themenattraktivität besonders betroffenen Schulbereichen noch höher ausfällt. Das vermögen entsprechende Schulvergleiche zu zeigen. Die höheren Zahlen sprechen dafür, dass die dort befürwortenden KollegInnen sich vor dem Thema Pendeln nicht drücken können (und teilweise vermutlich auch nicht wollen), wenn sie nicht Gefahr laufen möchten, ihre SchülerInnenbezogenheit zu verlieren.

Weitere differenzierte Auszählungen ergeben, dass die Einstellung gegenüber dem Pendeln als Unterrichtsthema kaum vom Lebensalter des befragten Lehrenden beeinflusst wird. Vielmehr ist von einer eher homogenen Reaktion aller Altersgruppen auf unsere Frage zum Pendeln zu sprechen. Ein vergleichbares Bild zeigt sich auch bei einer nach Geschlechtern differenzierten Betrachtung: Männliche und weibliche ReligionslehrerInnen haben eine nahezu identische Einstellungsstruktur zu diesem Thema. Eine frühere Aktivität in der kirchlichen Jugendarbeit ist ebenfalls keine Bestimmungsgröße für die Haltung zum 'Pendeln' als Element des Religionsunterrichts.

Demgegenüber zeigt sich das erwartbare Ergebnis, dass sich in dieser Frage die Reaktionen sehr deutlich schulspezifisch unterscheiden. So dürfte nicht verwundern, dass die PrimarstufenlehrerInnen gegenüber dem Pendeln eher zurückhaltend sind, da das Thema erst ein spezielles der nachfolgenden Jugendphase ist. Möglicherweise sind sie es aber auch aus grundsätzlicher Sorge um die ihnen anvertrauten Kinder, die auch dann zum Tragen kommt, wenn im konkreten Fall die Gefahr für noch nicht so akut gehalten wird:

Aufschlussreich ist auch, dass KollegInnen an Berufsbildenden Schulen und die IGS/KGS-LehrerInnen die größte Affinität zu diesem Thema aufweisen; ein Ergebnis, das sich auch für die Realschulen und / oder Hauptschulen hätte vorstellen lassen.

Zusammengefasst: Die weit überwiegende Mehrheit der KollegInnenschaft in allen Schulformen steht - trotz aller internen Differenzierung - auf der Seite derer, die den konkreten Einsatz des ‚Pendelns‘ im Unterricht eher ablehnen.

Ein weiteres die LehrerInnenschaft charakterisierendes Detailergebnis dieser Untersuchung: Konkrete Unterrichtserfahrungen und entsprechende Interessen der ReligionslehrerInnen (u.a.) am Thema 'Okkultismus bei Jugendlichen' verändern nicht generell die sehr zurückhaltende Rezeption des Problems; 'Nicht-Erfahrung' lässt allerdings noch zurückhaltender reagieren. Anders ausgedrückt: Praktische Erfahrungen bzw. Interessen machen Religionslehrende zwar etwas aufgeschlossener, aber sie verändern nicht die skeptisch-emotionale Grundhaltung in Richtung eines völlig anderen Antwortprofils.

Neben dem Versuch, über die Optionen für oder gegen das konkrete Thema ‚Pendeln im RU‘ die Einstellungen der Lehrenden in diesem Feld kennen zulernen, haben wir auch nach Kenntnissen gefragt, die die Lehrenden über das Wissen und über die Informationsquellen der Jugendlichen zu besitzen meinen.

Wie steht es um Ihr Interesse und um Ihre Kenntnisse über das Wissen und die Informationsquellen Jugendlicher zum Thema 'religiöse Phänomene und Erlebnisdimensionen',

die nicht von unseren tradierten christlich-kirchlichen Vorstellungsgestalten und Wertmustern geprägt sind?

(Wir denken da beispielsweise an esoterische Vorstellungen, Reinkarnation oder Okkult-Imaginationen und -praktiken)

Ich verfüge schon über einige Erfahrungen zu diesem

Wissen bzw. zu den Informationsquellen. 42

Ich habe dazu keinerlei Erfahrungen und daran kein Interesse. 16

Ich habe zwar Interesse, aber keine/wenige Erfahrungen. 42

[n = 2.058] 100%

Dieses Ergebnis macht deutlich, dass nur eine Minderheit der befragten ReligionslehrerInnen keinerlei Erfahrungen und Interesse an diesem Themenkomplex besitzt. Mit großer Mehrheit zeigt sich, dass man in der ReligionslehrerInnenschaft dieses Thema für zumindest mehr oder weniger relevant im Rahmen des Auftrages hält.

Lassen sich Unterschiede nach Merkmalen wie z.B. Geschlecht, Alter, Schulform oder Besitz einer förmlichen Lehrbefähigung finden? Die Antwort lautet: Es gibt Unterschiede.

Als dritte Frage zum Themenkomplex ‚Pendeln / Okkultimus‘ gaben wir allen Befragten die Gelegenheit, selbst formulierte Bemerkungen zu notieren.

Dazu lautete unsere Vorgabe:

Im Blick auf Informationsquellen, besonders aber auf das Wissen und die Interessen Jugendlicher zu den Themen ‘Okkultismus, Reinkarnation, Esoterik’ usw. scheinen mir für einen RU, der diese Themen ernst nehmen will, noch folgende Stichworte wichtig: ...

Von allen 2.109 Befragten haben 25% ( = 524 Antwortende mit 714 Antworten) diese Gelegenheit genutzt.

Die Teilmenge derer, die ihre ‚freie‘ Antworten notierten, nach Schulstufen differenziert:

Damit haben durchaus nicht die Lehrenden derjenigen Schulstufen relativ häufiger als der Durchschnitt von einer ,freien Äußerung‘ Gebrauch gemacht, von denen man vielleicht erwartet haben mag, dass sie einen engeren Bezug zu diesem Thema
haben. Für eine Begründung dieses auffälligen Sachverhalts findet sich in den weiteren Ergebnisse keion Anhalt, sodaß es an dieser Stelle bei der bloßen Feststellung bleiben muß.

Wie gestaltet sich die thematische Differenzierung aller gegebenen Antworten? Von allen ‚freien Antworten (n = 714) beziehen sich fast 60% (= 420) auf den Problembereich ‘‘Modus des Umgangs mit diesen Themen im Unterricht’‘.

(1)

Zunächst: Von den 420 Antworten signalisieren 17%, dass man entweder das Thema für überbewertet hält - ‘‘Der RU sollte nicht jeder Mode nachlaufen’‘ [Orientierungsstufenlehrer (m), 53 Jahre, mit Fakultas] - oder dass man dies für kein Thema der SchülerInnen halte.


In Zusammenhang mit dem Bereich ‘‘kein Thema in meinem Unterricht’‘ steht auch, dass man das Thema, nur ‘‘wenn (es) gewünscht’‘ werde, behandeln wolle, ‘‘um keine Neugier zu wecken’‘: 14% der Nichtbesitzer einer förmlichen Lehrbefähigung sprechen sich hier für eine Zurückhaltung aus, aber nur 4% derer, die eine ‚Fakultas‘ innehaben. Auch das dürfte für die gesteigerte Souveränität in der Themenbehandlung bei denen sprechen, die in ‚Ev. Religion‘ professionell ausgebildet sind, zumindest damit vielleicht mehr Selbstbewusstsein gegenüber dem Thema entwickeln.

(2)

Allerdings gilt insgesamt für den weitaus größeren Teil der ‚freien Antworten‘: Sie bestätigen die Relevanz des Themas und beziehen sich darauf, wie im Unterricht mit Okkult-Themen umgegangen werden kann, wenn sie zum Thema geworden sind:


9% aller 714 ,freien Antworten‘ stellen ‘‘sachliche Informationen’‘ in den Vordergrund; 6% betonen, dass über dieses Thema ‘‘offen’‘ gesprochen werden muss. Damit verbunden ist eine Aufklärung über mögliche Gefahren (6%) und/oder christliche Bezüge und Antworten (6%). ‘‘Sachliche Informationen’‘ als Modus, mit dem Thema umzugehen, sind, nach Schulformen differenziert, relativ gleich verteilt (Abweichungen: Primarstufe und BBS). Insoweit handelt es sich also um eine breit gelagerte Tendenz zur Wissensvermittlung. Zu den selbst genutzten und den empfohlenen Informationsquellen der Lehrenden, die in den Antworten genannt werden: Neben Hinweisen auf Fortbildungen als ‚Quelle‘ wird auch der Einsatz von Sektenbeauftragten der Kirchen im Unterricht sowie der Kontakt zu Betroffenen genannt, um den SchülerInnen ein möglichst umfassendes und realistisches Bild zu vermitteln. Der Modus: ‘‘Herstellen christlicher Bezüge’‘ scheint besonders deutlich von den ‚Fakultasbesitzern‘ bevorzugt zu werden - also wieder von jenen, die in der Regel eine spezielle religionspädagogische Ausbildung

durchlaufen und bewusst das Fach ‚Ev. RU‘ angesteuert haben: 10% der ‚Besitzer‘ erwähnen dies, dagegen nur 3% der ‚Nichtbesitzer‘.

(3)

Eine wichtige Voraussetzung dafür, als Lehrender den SchülerInnen als Gesprächspartner gegenübertreten zu können, besteht nach Auffassung einiger KollegInnen darin, kompetent über Wissen und Informationsquellen (auch die der Jugendlichen) zu verfügen:

(4)

Was wurde an inhaltlichen Stichworten genannt, die den Lehrenden wichtig sind? Es ist festzustellen, dass die Antworten breit gestreut sind. Das Spektrum der Aussagen reicht von ‘‘Horoskope’‘, ‘‘Telepathie’‘ über ‘‘Reinkarnation’‘, ‘‘Sekten’‘ bis zu ‘‘Voodoo’‘ und ‘‘Satanismus’‘. Innerhalb dieser Bandbreite lassen sich sieben Themenbereiche finden, denen sich die verschiedenen Stichworte zuordnen lassen:

Es sind die Begriffe ‘‘Satanismus’‘ und ‘‘Sekten’‘, die zu den am häufigsten genannten Stichworten gehören: Allein der Begriff ‘‘Satanismus’‘ stellt über ein Drittel aller Nennungen. Für die Religionslehrenden scheint also die Beschäftigung besonders mit diesem Gegenstandsbereich wichtig zu sein, wenn es gilt, mit seinem Religionsunterricht das Wissen und die Interessen zum Thema Okkultismus der Jugendlichen bzw. Schüler ernst zu nehmen.

Das Fazit der Auswertung zum Thema ‚Pendeln‘ und zur Gesamttendenz der Untersuchung lautet: Mit einer überwältigenden Mehrheit unterstützt die niedersächsische evangelische ReligionslehrerInnenschaft unterrichtliche Bemühungen, die auf der Basis christlich-biblischer Wertvorstellungen eine Entwicklung der SchülerInnen hin zu personal-autonomer Entfaltung erreichen wollen. Der ReligionslehrerInnenschaft geht es darum, dass ihre SchülerInnen ‚Religion‘ als Kraft begreifen sollen, die - auf der individuellen wie auf der gesellschaftlichen Ebene, in Reflexion und Feier - dem Transzendenzbedürfnis des Menschen eine in der christlichen Tradition verbürgte Gestalt anbietet, die den Menschen ‘‘zur Freiheit befreit’‘, statt ihn zum autonomieunfähigen Spielball okkulter Kräfte degenerieren zu lassen.

 

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Kontakt | © Religionspädagogisches Institut Loccum

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