© Freedom House (CC BY)

RPI - Themenportal: Menschen auf der Flucht

My Escape ⁄ Meine Flucht (WDR)

Der Dokumentarfilm des WDR „My Escape / Meine Flucht“ ist eine Montage aus (Handy-)Videos von Flüchtlingen, die ihre lebensgefährliche Flucht nach Deutschland selbst kommentieren. Der Film lässt die Flüchtlinge selbst sprechen: Sie kommentieren ihr Filmmaterial. So entsteht ein eindrückliches Bild aus nächster Nähe, von Menschen, deren Verzweiflung sie nach Europa treibt – ungeachtet aller Gefahren.


Neuankömmlinge erzählen vor Kamera von Krieg und Leid - Syrischer Regisseur dreht Dokumentarfilm "Newcomers" über Flüchtlinge

Website: Newcomers

Er war erst wenige Monate in Deutschland, da gab Maan Mouslli (30) sein erstes, mühsam zusammengespartes Geld für eine Filmkamera aus. "160 Euro hat sie gekostet - nicht besonders gute Technik", erzählt der 30-Jährige. Aber für den syrischen Filmemacher und seinen Kollegen Anis Hamdoun war sie Gold wert. Mit ihr drehten die beiden in der neuen Heimat die ersten Kurzfilme: Info-Clips für Neuankömmlinge wie sie selbst - über Sprachlernangebote, Arztbesuche oder Secondhand-Kleidung.

Mittlerweile haben sich die beiden Bürgerkriegsflüchtlinge als Theater- und Film-Regisseure über Osnabrück hinaus einen Namen gemacht. Hamdouns Theaterstück "The Trip" gewann den ersten Preis des Online-Theaterportals "Nachtkritik.de". Es war in Osnabrück, Berlin und Frankfurt/Main auf der Bühne. Hamdoun lebt mittlerweile in Berlin. Mousllis Kurzfilm "Shakespeare in Zaatari" wurde bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes gezeigt und gewann einen ersten Preis beim Film Festival in Köln.
Derzeit arbeitet Mouslli an seinem ersten großen Projekt, einem Dokumentarfilm. Die Idee und erste Schritte hat er noch mit seinem Freund Hamdoun entwickelt. Jetzt setzt er es gemeinsam mit einem internationalen Team aus Dolmetschern, Assistenten sowie Theater- und Filmemachern um. "Es ist jetzt an der Zeit, einen richtig professionellen Film zu machen über Flucht und Flüchtlinge. Und wer wenn nicht ich sollte das tun?" Neuankömmlinge in ganz Deutschland werden für "Newcomers" vor der Kamera ihre Kriegs- und Fluchtgeschichten erzählen.

Etwa 200.000 Euro soll der Film kosten. Rund 80.000 Euro sind bereits über Spendenaufrufe mit Hilfe der Caritas Osnabrück und der Flüchtlingsorganisation Exil zusammengekommen, sagt Projektleiterin Sara Höweler. Die beiden Einrichtungen sind Projektträger. Höweler managt Verwaltung, Organisation und Spendenakquise. Im Januar 2017 wird das Team mit der Deutschlandreise und den ersten Interviews beginnen.

"Wir wollen damit auch der sich ausbreitenden rechten Stimmung etwas entgegensetzen", erklärt Mouslli. "Die Menschen hier sollen aus erster Hand erfahren, was die Flüchtlinge erlitten haben." Sie sollten spüren, dass es mit all den Erfahrungen von Flucht und Verfolgung nicht so einfach ist, sich in Deutschland zu integrieren, sagt der Familienvater und fügt mit scharfer Stimme hinzu: "Ich kann hier doch nicht unbeschwert Fußball spielen, wenn ich weiß, dass mein Cousin in Syrien gerade erschossen wurde."

Der Film wird den Regisseur aber auch zu seinen eigenen schmerzlichen Erfahrungen zurückführen. "Ich habe selbst über Jahre Krieg und Verfolgung erlebt und denke jeden Tag an meine Freunde und Verwandten, die noch in Syrien sind", sagt Mouslli. "Ich glaube, es wird eine schwierige Zeit für mich",

Der kleine rundliche Mann mit der Glatze ist IT-Ingenieur von Beruf. An der Universität in Damaskus hat er einen Theaterclub gegründet, als Schauspieler und Filmemacher gearbeitet. Schon früh legte er sich mit dem Assad-Regime an. "Ich war im Gefängnis und wurde während einer Demonstration von Mitgliedern des Geheimdienstes angeschossen."

Über Ägypten kam er mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn vor zweieinhalb Jahren nach Deutschland. Für ihn sei es eine Art Verpflichtung, die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen, meint Mouslli: "Alles andere wäre Verrat am Widerstand, den ich in Syrien geleistet habe."

Heute lebt Mouslli mit seiner Familie in Osnabrück. Bei der Caritas absolviert er gerade ein Praktikum im IT-Bereich. Nebenbei dreht er weiter seine Non-Profit-Filme und schneidet sie am heimischen Computer. Sein neuestes Werk "Love Boat" über ein Theaterprojekt mit syrischen Geflüchteten und Kriegsverletzten hatte gerade im Osnabrücker Kino Premiere.

Doch nach wie vor hat Mouslli jeden Tag Sehnsucht nach Syrien. "Ich bin im Kopf immer noch dort und nur mit dem Körper hier", sagt er. Dann schiebt er mit einem verträumten Lächeln hinterher: "Und ich vermisse die Sonne."

Martina Schwager (epd) 

Mehr zum Projekt


Flucht nach Deutschland – Ankommen in Ostfriesland

Wie fühlt man sich als Flüchtling aus Eritrea in Ostfriesland? Für Robel Taklei war es ein Glücksfall, dass er in Rechtsupweg gelandet ist, denn im Kirchenasyl lernte er Familie Grenseman-Focken kennen und durfte bei ihr zu Hause einziehen. Eine ostfriesische Integrationsgeschichte. 


Zur Situation von Christen und religiösen Minderheiten in Asylbewerberunterkünften

Stellungnahme des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und des Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm

Seit Herbst 2015 gibt es vermehrt Berichte über religiös motivierte Konflikte in Asylbewerberunterkünften. Berichtet wird von Anfeindungen und Übergriffen bis hin zu Morddrohungen. Die geschilderten Vorfälle beziehen sich meist auf Täter muslimischen und Opfer christlichen oder jesidischen Glaubens. Asylbewerber, die in Deutschland vom Islam zum Christentum konvertiert sind, werden besonders häufig als Betroffene genannt.

Die beiden großen Kirchen haben diese Berichte von Beginn an sehr ernst genommen. Wer wären wir, wenn uns das Schicksal der christlichen Schwestern und Brüder kalt ließe, die vor Verfolgung in der Heimat geflohen sind! Schon während der letzten Monate haben die Kirchen deshalb mehrfach öffentlich auf Missstände hingewiesen. ...

Lesen Sie mehr


Texte aus der VELKD: Toleranz - kontrovers

Angestoßen durch die aktuellen Migrations- und Fluchtbewegungen stellt Prof.Dr. Weymann, der von 1994 bis 2006 Rektor des Theologischen Studienseminars der VELKD in Pullach war, die Frage nach der Reichweite und Integrationskraft der Toleranzidee unter den gegenwärtigen Bedingungen. Insbesondere fragt er dabei nach der Toleranzfähigkeit der monotheistischen Religionen. Bei der Beantwortung der Frage geht Weymann davon aus, das recht verstandene Toleranz nicht auf die Verabschiedung der Wahrheitsfrage hinauslaufen kann.

Text als PDF-Datei


Landkarte zur Flüchtlingshilfe in Niedersachsen

Die Webseite www.fluechtlinge-in-niedersachsen.de ging am 15.04.2016 an den Start. Die Seite ist ein gemeinsames Projekt der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der Diakonie in Niedersachsen. Sie möchte das Engagement der evangelischen Kirchen und der Diakonie für Zufluchtsuchende in Niedersachsen sichtbar machen.

Außerdem bietet sie Vernetzungsmöglichkeiten für die vielen ehrenamtlich Engagierten. Interessierte finden in der Landkarte Kurzinformationen und Ansprechpartner zu den Projekten von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen sowie diakonischen Einrichtungen. Als Beispiele für die vielfältige kirchliche Arbeit mit Flüchtlingen werden außerdem verschiedene Projekte in Reportagen dargestellt. 


Das „chrismon“-Spezial-Heft für Flüchtlinge und Helfer

     

 "Wie lebt Ihr eigentlich?" Um diese Frage geht es in erster Linie im neuen Magazin "chrismon" spezial "Willkommen!", das in drei Sprachen vorliegt: Deutsch, Farsi und Arabisch.

Die PDF-Versionen der Hefte zum Download:

PDF "chrismon" spezial "Willkommen!" - Arabisch/Deutsch
PDF "chrismon" spezial "Willkommen!" - Farsi/Deutsch

Auf www.chrismon-guter-start.de findet sich eine komplette mobile Version des Heftes, optimiert für Smartphones, mit vielen Zusatzinformationen und Services.


Umfrage des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD - Skepsis oder Zuversicht? Erwartungen der Bevölkerung zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland

Bisherige Befragungsergebnisse konzentrieren sich auf die Stimmungen in der Bevölkerung zur Flüchtlingspolitik und deren Veränderungen. Schon seit einiger Zeit wird auch über das „Kippen“ der anfangs weit überwiegenden positiven Grundhaltung („Willkommenskultur“) debattiert. Aber welche Faktoren spielen dabei ein Rolle?
Die vorliegende Repräsentativumfrage geht den positiven Erwartungen und den konkreten Sorgen nach, die mit der Aufnahme von Flüchtlingen verbunden werden.
Sie zielt darauf herauszufinden, welche Bedeutung ihnen zukommt, wenn es um die subjektive Einschätzung geht, inwieweit Deutschland die mit der Aufnahme von Flüchtlingen verbundenen Herausforderungen bewältigen wird. 

Zu den Ergebnissen der Studie


Niedersächsisches Portal für interkulturelle Bildung und Sprachbildung

     
 
  • Aktuelles
  • Fortbildungen
  • Rechtliche Vorgaben
  • Förderkonzepte
  • Materialien
  • ibus aktuell
  • Sprachbildungszentren der Niedersächsischen Landesschulbehörde
  • Beratung und Qualifizierung

Zum Portal


Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen

    

Der Leitfaden stellt den Versuch dar, das Asylverfahren sowie die aufenthalts- und sozialrechtliche Situation von Flüchtlingen je nach Status zusammenhängend darzustellen.  

Zum Leitfaden


Landkarte zur Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirchen und der Diakonie in Niedersachsen gestartet

      

Die Webseite www.fluechtlinge-in-niedersachsen.de ist gestartet. Die Seite ist ein gemeinsames Projekt der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und der Diakonie in Niedersachsen. Sie möchte  das Engagement der evangelischen Kirchen und der Diakonie für Zufluchtsuchende in Niedersachsen sichtbar machen. Außerdem bietet sie Vernetzungsmöglichkeiten für die vielen ehrenamtlich Engagierten. Interessierte finden in  der Landkarte Kurzinformationen und Ansprechpartner zu den Projekten von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen sowie diakonischen Einrichtungen.  Als Beispiele für die vielfältige kirchliche Arbeit mit Flüchtlingen werden außerdem verschiedene Projekte in Reportagen dargestellt.

„Das Engagement der vielen Ehrenamtlichen für die Flüchtlinge in den Kirchen der Konföderation und den diakonischen Einrichtungen ist überwältigend. Ich bin froh, dass wir mit der Karte eine Plattform schaffen, wo wir dies auf einen Blick zeigen können. Ich hoffe, dass die Vernetzungsmöglichkeiten kräftig genutzt werden," sagte die Bevollmächtigte der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Oberlandeskirchenrätin Andrea Radtke.

Zum Start der Homepage haben sich bereits 110 Kirchengemeinden und Einrichtungen beteiligt. Die Angebote sind nach verschiedenen Kategorien (Bildung, Freizeit, Versorgung, Beratung, Alltagshilfe und Wohnen) sortiert und umfassen Projekte wie Internationale Cafés, Sprachkurse, Patenschaften oder Kunstprojekte.
Weitere Hilfsangebote können direkt auf der Seite eingetragen werden, sodass die Landkarte ständig erweitert werden kann.

Zur Website


Junge Geflüchtete damals und heute - Trauma Flucht

      

Schwer traumatisiert kommen viele junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland. Neu ist der Umgang mit Fluchttraumatisierten nicht. Viele deutsche Familien haben selbst Fluchtgeschichten erlebt. Die Autorin Gabriele Knetsch hat mit Geflüchteten von heute und damals gesprochen.

Kann man heute aus den Erfahrungen von früher lernen? Und wie beeinflussen die eigenen Fluchterfahrungen der Deutschen ihre Einstellung? Welche Gemeinsamkeiten gibt es? Vier Flüchtlinge berichten im radioFeature von ihren Geschichten und Erlebnissen.

Eine Sendung von Bayern 2

Zur Website


Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache


Kostenlose Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache für ehrenamtliche Lehrkräfte

Zurzeit kommen viele Flüchtlinge nach Deutschland und Österreich. Für sie ist es wichtig, so schnell wie möglich Deutsch zu lernen. Ohne Aufenthaltsgenehmigung besteht aber kein Anrecht auf staatlich finanzierte Deutschkurse. Zum Glück gibt es viele Freiwillige, die sich dieses Problems annehmen und ehrenamtlich in ihrer Freizeit Deutschkurse für Asylbewerber anbieten.

Das Team von Lingolia möchte dieses Engagement unterstützen und bietet Unterrichtsmaterialien kostenlos zum Download an. 

Lesen Sie mehr


Info-Broschüre der EKD und der Diakonie: "Hilfe für Flüchtlinge"

Quelle: EKD

Knapp 60 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. Das ist die höchste Zahl, die jemals vom Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) dokumentiert wurde. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rechnet damit, dass 2015 bis zu 800.000 Asylbewerber nach Deutschland kommen, werden. Dass so viele Menschen in Not nach Europa kommen stellt Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Während auf politischer Ebene nach neuen Lösungen für Unterbringung und Integration der Geflüchteten gesucht wird, greifen Kirche und Diakonie auf ihre über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen in der Flüchtlingsarbeit zurück. Denn die Hilfsbereitschaft vor Ort bedarf in hohem Maße einer nachhaltigen Koordination.

Die Evangelische Kirche in Deutschland und ihre Diakonie engagieren sich seit jeher in Landeskirchen, Organisationen, Einrichtungen und Gemeinden für Flüchtlinge. Sie sind aktiv bei der Bekämpfung der Fluchtursachen in den betroffenen Ländern und setzen sich für eine effektive europäische Flüchtlingspolitik ein.

Info-Broschüre (PDF)


Info-Broschüre der Bundesanstalt für Arbeit zur Beschäftigung von Flüchtlingen

Infobroschüre „Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen“

Eine neue Informationsbroschüre mit dem Titel „Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen, die die BA gemeinsam mit der BDA und dem BAMF entwickelt hat, zeigt Betrieben in komprimierter Weise, wie sie vorgehen müssen, wenn sie Geflüchtete beschäftigen wollen und welche Unterstützungsmöglichkeiten die BA bietet.

Dazu erklärt Raimund Becker, Vorstand Regionen der BA: „Der zunehmende Zuzug von Asylbewerbern und Flüchtlingen nach Deutschland stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen, sowohl aus humanitären als auch aus arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkten. Viele Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Vertreibung oder politischer Verfolgung zu uns kommen, bleiben für längere Zeit oder sogar für immer. Damit sie ihren Lebensunterhalt schnell selbst bestreiten können, braucht es eine verstärkte Unterstützung und Förderung bei der Arbeitsmarktintegration. Denn nur durch eine arbeitsmarktliche Integration kann auch eine gesellschaftliche Integration von Dauer sein. Schon heute sind viele Unternehmen bereit, bei dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung ihren Beitrag zu leisten. Mit dieser Broschüre erläutern wir Betrieben, die Möglichkeiten zur Ausbildung oder Beschäftigung von Flüchtlingen.“

Info-Broschüre (PDF)


„Die europäische Solidarität muss gestärkt werden“ -Internationale Konferenz von Bischöfen und Kirchenführern verabschiedet gemeinsames Communiqué zur Flüchtlingskrise

Mit der Verabschiedung eines gemeinsamen Communiques ist ein eintägiges Treffen von 35 Bischöfen und Kirchenführern aus 20 Ländern in München zu Ende gegangen. ...

Lesen Sie mehr


Flüchtlinge in Niedersachsen. Was kann ich tun? Tipps und Informationen für (ehrenamtliche) Begleiterinnen und Begleiter von Flüchtlingen

Quelle: HKD

In vielen Orten Niedersachsens engagieren sich bereits zahlreiche Menschen für Flüchtlinge und arbeiten mit daran, die Lebensverhältnisse der Flüchtlinge hier zu verbessern, sie bei der Eingewöhnung in unserem Land und im Asylverfahren zu unterstützen. Das ist großartig! Viele davon sind Mitglieder unserer Kirchengemeinden und Kirchen.

Diese Broschüre hat das Ziel, all diese Engagierten zu unterstützen und zu begleiten. Wir wollen aber auch die ermutigen, die helfen wollen, aber vielleicht noch nicht genau wissen, wo sie anfangen und wen sie fragen können. 

Dieses Heft gibt grundlegende Informationen u. a. zum Asylverfahren, zur Aufnahme der Asylbewerber in Niedersachsen, zu deren Rechten und Pflichten, zu Fragen der Sprachförderung und zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen. Es soll Ihnen außerdem Anregungen für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen vermitteln und Ansprechpartner in diesem Bereich benennen.

Broschüre als Download


Bildungsexpertin: Mit steigenden Flüchtlingszahlen gewinnt der Religionsunterricht an Bedeutung

OLKRin Dr. Kerstin Gäfgen-Track

Hannover (epd). Mit dem neuen Schuljahr kommen auch in Niedersachsen immer mehr Flüchtlingskinder in die Schulen. Weil unter ihnen die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen vertreten sind, steigt nach Ansicht der evangelischen Schulexpertin Kerstin Gäfgen-Track die Bedeutung des Religionsunterrichts an den Schulen. "Die Religion ist etwas, was die Menschen mitnehmen und was ihnen in der Fremde Halt gibt", sagte die Oberlandeskirchenrätin und Bildungsdezernentin der hannoverschen Landeskirche im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das spiegele sich in den Schulen wider. "Es ist wichtig, dass die Schule damit umgehen kann."

Sie erhalte zunehmend Anfragen von Lehrern zu den Religionen der neuen Schüler, etwa zum Glauben der orthodoxen Christen aus Syrien oder der Jesiden aus dem Irak, aber auch zu den Muslimen, sagte Gäfgen-Track. Dabei gehe es unter anderem um den Umgang mit verschiedenen Feiertagen und Bräuchen. "Darf man während des Fastenmonats Ramadan Klausuren schreiben?", laute eine dieser Fragen. "Es kann auch Konflikte geben, zum Beispiel wenn Kinder verschiedener Religionen auf dem Schulhof zusammentreffen."

Die Schüler müssten mit ihrem eigenen religiösen Hintergrund vertraut gemacht werden, um sich mit anderen Religionen auseinandersetzen zu können. Das Fach "Werte und Normen" könne das nicht leisten: "Jeder Mensch braucht erst einmal einen kompetenten und kritischen Umgang mit seiner eigenen Religion." Um in Deutschland heimisch zu werden, sei es zudem wichtig, den christlich-jüdischen Einfluss auf die deutsche Kultur zu verstehen, sagte Gäfgen-Track. "Unser Verständnis von den Menschen- und Grundrechten ist davon geprägt."

Lesen Sie mehr


Wort an die Gemeinden: Landesbischof Meister bittet um Engagement für Flüchtlinge

Landesbischof Ralf Meister

Liebe Schwestern und Brüder in den Kirchengemeinden,
ob aus Mazedonien, aus Heidenau oder aus Hildesheim: die Nachrichten in diesen Tagen sind erschütternd. Menschen, die aus Kriegsgebieten geflohen sind und von denen viele jahrelang unmittelbare Gewalterfahrungen erlebten, werden in Deutschland erneut massiv ausgegrenzt, stigmatisiert und gewaltsam angegriffen.

Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sind schändlich. Dumpfe Parolen, die Vorurteile schüren, vergiften das Klima der Solidarität und diskriminieren Menschen. Als Christinnen und Christen können wir dazu nicht schweigen. Das Schicksal der Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, berührt unseren Glauben. Denn die biblischen Erzählungen von Abraham und Mose, von Jakob und Noomi, von Maria und Josef sind Flüchtlings-geschichten. Die göttliche Zusage, mit denen zu sein, die fliehen und eine neue Heimat suchen müssen, ist eine ständige Herausforderung an uns: Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. (3. Mose 19,33-34) ...

Lesen Sie mehr


Zur aktuellen Situation der Flüchtlinge - Eine Erklärung der Leitenden Geistlichen der evangelischen Landeskirchen Deutschlands

„Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!“ (Psalm 36,8)

1 Gott liebt alle seine Geschöpfe und will ihnen Nahrung, Auskommen und Wohnung auf dieser Erde geben. Wir sehen mit Sorge, dass diese guten Gaben Gottes Millionen von Menschen verwehrt sind. Hunger, Verfolgung und Gewalt bedrücken sie. Viele von ihnen befinden sich auf der Flucht. So stehen sie auch vor den Toren Europas und Deutschlands. Sie willkommen zu heißen, aufzunehmen und ihnen das zukommen zu lassen, was Gott allen Menschen zugedacht hat, ist ein Gebot der Humanität und für uns ein Gebot christlicher Verantwortung.

2 Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Bemühungen. Viele Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die große Herausforderung besteht darin, jedem Einzelnen gerecht zu werden.

3 Unsere Gesellschaft steht vor einer großen Herausforderung, aber auch unsere Kräfte sind groß. Wir sind dankbar für die vielfältige Hilfsbereitschaft! Allen, die ehrenamtlich oder beruflich, aus Kirche, Zivilgesellschaft, Staat und Politik helfen, eine Willkommenskultur zu leben und mit einem beispiellosen Einsatz für die schnelle und menschenwürdige Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zu sorgen, danken wir von ganzem Herzen!
Mit Entschiedenheit wenden wir uns gegen alle Formen von Fremdenfeindlichkeit, Hass oder Rassismus und gegen alles, was eine menschenfeindliche Haltung unterstützt oder salonfähig macht. Sorgen und Angst vor Überforderung müssen ernst genommen werden, dürfen aber nicht für menschenfeindliche Stimmungen missbraucht werden. ...

Lesen Sie mehr
 

„Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen“ (2. Mose 22,20)

NEUERSCHEINUNG

     

Dietmar Peter (Hg.): Menschen auf der Flucht
112 Seiten / 60 Unterrichtsmaterialien
EURO 12,80 

Leseprobe

Arbeit mit Flüchtlingen: Integration ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft

Interview mit OLKR´n Dr. Kerstin Gäfgen-Track

AKTUELL

9. März 2017

Hilfswerk fordert bessere psychologische Hilfe für Flüchtlingskinder

Osnabrück (epd). Das Kinderhilfswerk terre des hommes fordert, syrische ...

7. März 2017

Niedersachsen investiert knapp 30 Millionen Euro in Flüchtlingsarbeit

Hannover (epd). Das Land Niedersachsen will bis Ende 2018 knapp 30 Millionen Euro in die haupt-...

3. März 2017

Flüchtlingskoordinatorin: Helfer geraten unter Rechtfertigungsdruck

epd-Gespräch: Karen Miether

Springe/Reg. Hannover (epd). Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer stehen nach Beobachtung der...

1. März 2017

Seemannsmission warnt vor Flüchtlingspakt mit Ägypten

Bremen (epd). Die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Heike Proske, hat vor...

11. Februar 2017

Verwaltungsgericht: Junge Flüchtlinge im Zweifel in Obhut nehmen

Osnabrück/Meppen (epd). Wenn Behörden das Alter junger unbegleiteter Flüchtlinge...

Aktuelle Asylstatistik Deutschland

© BAMF    

 Statistiken rund um Asyl, Migration und Integration in Deutschland.

Zur Statistik

Loccumer Pelikan
Respekt

Loccumer Pelikan 3/2015

Zur Online-Ausgabe (PDF)

Loccumer Pelikan
Menschenwürde

Loccumer Pelikan 1/14 

Zur Online-Ausgabe (PDF)

Loccumer Pelikan
Umgang mit Fremdheit

 

Zur Online-Ausgabe (PDF)

The European Refugee Crisis and Syria Explained (mit dt. Untertiteln)

Das Münchner IT-Design-Unternehmen "In a Nutshell - Kurzgesagt" hat die aktuelle Flüchtlingskrise in einem 6-Minuten-Video visualisiert und zusammenfassend erklärt.

„Flüchtlingskrise“ einfach erklärt

 Viele Menschen flüchteten 2015 aus ihren Ländern vor Krieg und Armut. Immer mehr Flüchtlinge suchen den Weg nach Europa unter lebensgefährlichen Umständen. Die explainity GmbH erklärt in dem Video „Flüchtlingskrise einfach erklärt“ was dahinter steckt.

Flüchtlinge in Winsen

In der St. Marien-Gemeinde in Winsen an der Luhe gibt es seit ein paar Jahren Projekte, bei denen sich Winsener Bürger und Flüchtlinge kennenlernen können. Ein echter Erfolg! 


Planet Schule: Flüchtlinge - Aufnehmen oder abschieben? (Video)

© WDR

Der Film stellt die Asyl- und Flüchtlingspolitik in vielen Bereichen auf den Prüfstand und berichtet auch über die aktuelle Situation in den Kommunen. Einwanderung könnte unserer Gesellschaft einen Mehrwert bieten, auch durch Fachkräfte, die vielerorts fehlen. ...

Zum Beitrag

Welcome to my Country - Ein TV-Spot der UNO-Flüchtlingshilfe

 Was ist das für ein Land, wo Menschen kein Zuhause haben? Wo so viele miteinander leben, alle Sprachen sprechen, verschieden beten, unterschiedliche Kulturen haben, obwohl es keine Wege dorthin gibt? Was ist das für ein Land, wo die Menschen um ihr Leben, ihre Familie und ihre Zukunft bangen und wo es nicht genug zu essen und zu trinken gibt? Ihr kennt es nicht?

Jeder könnte ein Flüchtling sein!

Wie sieht eine Flüchtlingsnotunterkunft in Berlin aus? Wie geht es den Flüchtlingen dort und wie engagieren sich die Bürger für die Flüchtlinge?

Neue Heimat Deutschland

Was tun die Religionen für die „Integration“?

"My Life" - Ein RAP zu einer bewegenden Flüchtlingsgeschichte

Ein Clip nicht nur für den Unterricht. 

Echte Flüchtlinge lesen echte Tweets

Als Asylbewerber mit iPhone gratis im Vier-Sterne-Hotel leben? Nie arbeiten, da die Existenz in Deutschland ohnehin gesichert ist? Kostenlose Kleidung, Essen…? Die Wahrheit sieht anders aus. Vorurteile helfen nicht.

Flüchtlinge sind willkommen!

Die 20-minütige Reportage "Flüchtlinge sind willkommen!" des Medienprojektes Wuppertal zur Willkommenskultur der WuppertalerInnen anlässlich der Demos am 05.09.2015.

Evangelischer Kirchenfunk „Nachgefragt Flüchtlinge"

EKD-Themenportal Flüchtlinge

Die Evangelische Kirche in Deutschland und ihre Diakonie engagieren sich seit jeher in Landeskirchen, Organisationen, Einrichtungen und Gemeinden für Flüchtlinge.

Zum Themenportal der EKD

Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Materialien, Informationen, Ansprechpartner, Hinweise für Kirchengemeinden der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zum Thema Flüchtlinge.

Zur Website

willkommen evangelisch

Die Seite enthält Informationen über die Hilfe für Flüchtlinge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Zur Website

Evangelische Kirche in Oldenburg

Homepage der Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg und des Diakonische Werkes Oldenburg zum Thema „Deutschland - ein Einwanderungs- und Zufluchtsland“.

Zur Website

Kirche hilft Flüchtlingen

Adressen in der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig

Zur Website

Evangelische Kirche im Rheinland

Webseite www.fremdling.eu der Evangelischen Kirche im Rheinland lädt zum Mithelfen und zum Erzählen ein.

Zur Website

Katholisch.de - Flüchtlinge

Portal der katholischen Kirche zum Thema Flüchtlinge

Zur Website